453 (Aus der Abteilung für experimentelle Psychologie des physiologischen Instituts der Universität Turin.) Bin Beitrag zur Frage nach den Reaktionszeiten der Geschmacksempfindungen.1 Von F. Kiesow. Stellt man Unter den Reaktionszeiten, welche v. Vintschgajj und Hönigschmied 2 bei verschiedenen Beobachtern auf Ge¬ schmacksreize fanden, einen Vergleich an, so fallen die grofsen Beträge auf, nm welche die Mittelwerte voneinander abweichen. Man ersieht dies deutlich aus der nachfolgenden Tabelle, die ich der Darstellung v. Vintschgatts in Hermanns Handbuch der Physiologie entnehme,3 und welche die an der Zungenspitze hei drei Beobachtern gewonnenen Durchschnittswerte in Sek. nach Auslassung aller zweifelhaften Versuche enthält : Die Versuche wurden vorgenommen bei H. Dr. D. Fu. Berührung 0,1507 0,1251 0,1742 Chlornatrium 0,1598 0,597 — Zucker 0,1639 0,752 0,3502 Säure 0,1676 .— — Chinin 0,2196 0,993 — 1 Die Arbeit erscheint ebenfalls in den Rendiconti della R. Acc. dei Lincei zu Pom. 2 M. v. Vintschgau u. J. Honigs chmied : Ff lüg er s Archiv 10 S. Iff. 1875. 3 M. v. Vintschgau: Hermanns Handbuch Bd. III 2, S. 205.