,15 Untersuchungen über psychische Hemmung. Von G. Heymaxs. Dritter Artikel.1 Y. Die Verdrängung yon Schallempfindungen durch elektrische Hautempfindungen. Bereits in meinem ersten Artikel (diese Zeitschr. 21, S. 324—325) habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dafs die psychische Hemmung in dem von mir bezeichneten Sinne, wenn sie als eine allgemeine und einheitliche Tatsache gelten soll, sich nicht nur zwischen gleichartigen, sondern auch zwischen disparaten Empfindungen feststellen lassen mufs. Ich bezweifelte aber damals, ob solches bei Festhaltung der von mir gewählten Ver¬ suchsmethode (nach welcher die Versuchsperson ihre Aufmerk¬ samkeit möglichst auf die passive, zu hemmende Empfindung fixiert) tunlich sei, da doch hierbei die Hemmungswirksamkeit auf ein Minimum herabgedrückt wird, von welchem kaum zu erwarten ist, dafs es sich der quantitativen Abstufung, vielleicht selbst nicht, dafs es sich der sicheren Konstatierung zugänglich erweisen wTürde. Ich glaubte demnach, entscheidende Ergebnisse über die Hemmungsverhältnisse zwischen disparaten Empfin¬ dungen nur von einer veränderten Versuchseinrichtung, wobei in irgendwelcher Weise dafür gesorgt würde, dafs die Versuchs¬ person ihre Aufmerksamkeit der hemmenden statt der zu hemmenden Empfindung zugewandt erhielte, erhoffen zu dürfen. Den Plan einer solchen Versuchseinrichtung habe ich seitdem auch stets im Auge behalten; derselbe stöfst aber in der Aus¬ führung auf mannigfache Schwierigkeiten, mit Rücksicht auf welche es noch wohl einige Zeit dauern wird, bis ich mit irgend- 1 S. diese Zeitschrift 21, S. 321—359; 26, S. 305—382.