393 Literaturbericht. A. Höflxr u. St. Witabkk. Hoidert psycbolsglidts 8chilfsr*tche mit Angabe dar Apparate. Zweite sehr vermehrte Auflage. Leipzig, J. A. Barth, 1903. 44 S. Mk. 2,—. Die HövLBR-WrrABXKBche Anweisung für Lehrer, mit relativ einfachen experimentellen Mitteln den Schülern eine Reihe interessanter psychologi¬ scher Phänomene vorzndemonstrieren und sie im psychologischen Denken und Beobachten zu schulen, hat nach der überraschend kurzen Zeit von 3 Jahren schon eine Neuauflage notwendig gemacht; ein Zeichen, dale Psychologie als Schulunterrichtsgegenstand schon eine gewisse Rolle spielen mu£s — in Österreich; dort empfehlen sogar die Lehrplane für das in Deutsch¬ land nicht existierende Schulfach der philosophischen Propädeutik das psychologische Experiment Die Anlage des Büchleins ist im wesentlichen die gleiche geblieben (vgl. die Besprechung der ersten Auflage diese Zeitschr. 25, 251) ; nur ist die Zahl der Versuche von 76 auf 100 gestiegen. Die damals vermiXsten Reaktionsversuche sind jetzt eingereiht; ferner sind hinzugekommen: Ver¬ suche über Wärme- und Kältepunkte, über Simultankontrast, mehrere räum¬ liche Vexierspiele und Vexierrechnungen zur Demonstration der Raum¬ phantasie und der Urteilsevidenz u. a. m. Der enge Anschlufs an und stetige Hinweis auf Höflbbs Psychologie ist beibehalten. Beigegeben ist ein Preisverzeichnis für die Apparate und Hilfsmittel, auf die in den Versuchen Bezug genommen wird ; dagegen entbehrt man ein Inhaltsverzeichnis. W. Stern (Breslau). J. B. Miner. Motor» TiSääl and Applied Rbjthme. Psych. Rev. Mon. Sup. 5 (4), Whole Nr. 21. 106 S. 1903. Verf. beginnt mit einer Diskussion der verschiedenen Theorien der Fundamentaltatsachen des Rhythmns als psychologischer Erfahrung. Die Annahme, dafs das psychologische Erlebnis des Rhythmus von gewissen regelmäfsigen Organempfindungen abhänge, z. B. von den die Atmung be¬ gleitenden Empfindungen, wird abgelehnt, da die Mannigfaltigkeit der mög¬ lichen Rhythmen damit nicht übereinstimme. Auch die Theorie, wonach Rhythmus einfach eine besondere Funktion der Aufmerksamkeit sei, wird für ungenügend erklärt. Die Auffassung des Rhythmus als einer Gemüts*