234 Literaturbcriekt. «ein scheint» als ein ununterbrochenes Flietoen von Bildern, Eindrücken, flüchtigen Gefühlen» und wo es frei ist von den befestigenden Elementen des sozialen Lebens und. der Sprache, diese unaufhörliche Beweglichkeit doch beständiger ist» als man. glaubt Denn das seelische Leben kehrt xn sich zurück, es wiederholt sich, sieht sich selbst und macht gleichsam einen Bericht über seine Vergangenheit, d. h. es entsinnt sich seiner früheren Träume. Verf. wirft zum Schlafs noch, einen. Bück auf die Beziehungen dieses Gedächtnisse« zum logiseben. Bewusstsein. Versteht man. darunter das Zusammen der Identifizierungen und symbolischen Vorstellungen, mittels derer wir im Wachen eine Erinnerung lokalisieren» so mute man behaupten, dafs diese Funktionen, dem Traumgedächtnis fremd, sind,. Jede Zeit bestimmnng, sowie jede voUstiniige Lokalisierung der Bilder fehlt Ver¬ steht man dagegen unter logischem Bewusstsein das Bewufataein der Einheit des Ich» so bleibt dasselbe während des 4. Zustande« klar bestehen. Bef. kann, nicht umhin, den Ausführungen, des Verf. einiges entgegen* zuhalten: Ans dem analogischen Funktionieren unserer Seele während der 8. und 4. Periode erklärt sich noch nicht das Wiedererkennen von. Träumen aus der 2. Periode während der 4. Dafs ferner die Träume der 4. Periode zum Unterschiede von denen der 2. Periode vom. Gefühle der Lust begleitet sind, widerspricht der allgemeinen, Tatsache» dato die Überwiegende Mehr¬ zahl, unserer Träume mit Unlust verbunden sind. .Es ist nicht wahr¬ scheinlich, dato gerade während der Nichte» in, denen, die betreffenden Beobachtungen gemacht worden sind, das betreffende Individuum lauter Lustträume gehabt hat. Selbst wenn dies der Fall wäre» könnte man doch, diese Annahme nicht für alle Nächte verallgemeinern. Verf. wollte wohl behaupten, dafs die Träume der 4. Periode Überhaupt emotioneller sind» im negativen oder positiven Sinne. Bef. hat oft gleich nach dem Erwachen 5 Träume einer vorangegangenen Nacht anfgeschrieben und zwar in der Reihenfolge, in welcher sie sich ihm dargeboten hatten. Auch konnte er hin und wieder einen Traum aus der ersten Schlafperiode ins wache Leben retten. Prüfe ich nun diese letzteren sowie die ersten Träume jener Traum reihen auf ihren emotionellen Gehalt hin, so kann ich nicht finden, dafa sie alle ohne Emotionen verlaufen sind. Nur haben die Emotionen nicht die Illusion änfserer Körperbewegungen zur Folge (z. B. von Ent¬ fliehen» Zurück weichen). Auch sind die betreffenden Träum© kürzer und teilweise verworrener. Richtig ist, dato man im Wachen den Gegenstand der Träume der 8. Periode, welche den entsprechenden der 4. ähnlich sind, nicht wieder¬ finden kann. Man entsinnt sich nur, dato einem während eines bestimmten Traumes der 4. Periode der Gedanke gekommen Ist» denselben soeben schon einmal erlebt zu haben. Häufig dürfte dies auch auf Erinnerungsfälsehung beruhen. Giesslkk (Erfurt). €. G. Juso. Zur Psychologie ui Pi the lagt© segOBtaater ekkmitor Phla«eie- Lelpzig» Mutze. 1902. 122 S. 3 Mk. Die unbefangene Erforschung des Okkulten d. h. Verborgenen bildet oft die Voraussetzung 'dazu, um, Wissenschaft irgend welcher Art