Litera turberickt. 105 namentlich deren unterste Abschnitte, sowohl von Anfang an weniger geschädigt erscheinen, als auch sich von ihrer Schädigung am schnellsten und in der Diagonalen von unten innen nach oben aufsen wieder er¬ holen, Verf. schliefet hieraus erstens, dafs die Bedeutung der Retina für das Sehen des Hundes in der Richtung jener Diagonale nach den unteren und nasalen Teilen des Gesichtsfeldes an an wichst und zweitens, dafs die einzelnen Segment© der Retina entsprechend dieser ihrer verschiedenen Wichtigkeit für die Existenzbedingungen des Hundes mit verschiedener Mächtigkeit in den einzelnen Segmenten der Sehsph&re vertreten sind, Verf. bringt diese Bevorzugung der unteren und nasalen Gesichtsfeldab- schnitte heim Hunde mit den. Aufeuchen der Nahrung mit Hilfe der Nase in Zusammenhang. Die Makula, die auch beim Hunde die Stelle des schärfsten Sehens ist, partizipiert, wenn auch nicht in erster Linie, an der Bevorzugung dieses Teiles des Gesichtsfeldes (hat der Hund Überhaupt eine Makula? mir ist dafttr kein. Beweis bekannt ! Reh). Den Gegensatz gegen Münk, für den. schon, der Anfang alles Sehens, die Lichtempfindung, eine Funktion des Grofshiras ist, formuliert H. zum Schlüsse in folgendem Satze: „Für mich besteht der Anfang alle« Sehens in der Erzeugung des fertigen optischen Bildes in der Retina, die Fortsetzung des Sehens in der Kombination dieses optischen Bildes mit motorischen, vielleicht auch nach anderen Innervationsgefühlen zu Vorstellungen, niederer Ordnung in den infrakortikalen Zentren und die höchste, an di© Existenz eines Kortex gebundene Entwicklung des Sehens in der Apperzeption dieser Vorstellungen niederer Ordnung und ihrer Assoziation mit Vorstellungen und Gefühlen (Gefühlsvorstellungen) anderer Herkunft.“ W. Ä. Nagel. Madtzzb. EttiwechMlsflitem Iler den llaflifs geistiger Tätigkeit ui pretra- Mertea WftChOftS. Monatmehr. f. Psychiat. u. Xeurol. M (6), 442—449. 1903, Durch diese neuen. Versuche findet M. seine frühere Behauptung be¬ stätigt, dafs die geistige Arbeit einen Einfiefs auf die Ausscheidung be¬ stimmter Harnbestandteile besitzt. Die Stickstoffausscheidung wird ver¬ mehrt, die Phosphorsäureausscheidung verringert. Dies ist bedingt nicht durch eine Stoffwechseländerung des Cerebrums unmittelbar, sondern durch den Einfiufa des Gehirns auf den Stoffwechsel des ganzen Organismus. Eine Stickstoffmehrausscheidung findet auch statt durch Hinausschieben des Schlafes. In dem dann folgenden Schlaf wird weniger Stickstoff' und Phosphorsäure ausgeschieden .als unter gewöhnlichen Bedingungen. M. «eMiefet daraus, dafs die Rolle der Nacht nicht mit der Schonung der Stoffe und dem. Neuaufbau erschöpft ist; sie hat vielmehr die weitere Aufgabe, den Körper vor Retention gewisser Stoffe zu bewahren und ihm zu ermöglichen, sich vor beginnender Ansammlung zu befreien, üm- pkehrt mufs man aus dem kongruenten Verhalten der Kurve bei geistiger Tätigkeit und bei protrahiertem Wachen annehmen, dafs wir es auch dort mit einer Ermüdungskurve zu tun haben. Umpfenbach.