(Aus dem paychologieehen Institut in Göttingen.) Ein Beitrag über die sogenannten Vergleichungen übermerklicher Empfindungsunterschiede. Von Jos. Feöbes S. J. Durch neuere Untersuchungen, besonders diejenigen von Ament, wurde das Interesse wieder lebhafter auf die sogenannten Vergleichungen übermerklicher Empfindungsunterschiede gelenkt. Den Resultaten solcher Versuche schrieb man eine weiter* gehende Bedeutung zu (Wundt und Küli'e-AmEnt). És scheint indessen, dafs man zü solchen weitergehenden Betrachtungen nur Stellung nehmen kann, wenn man weifs, wie überhaupt dabei die Urteile zustande kommen, welche Urteilsfaktoren dabei mafs- gebend sind. Ich habe daher im Aufträge und unter Leitung von Herrn Professor Gr. E. Müller versucht, einen kleinen Bei¬ trag in dieser Richtung zu liefern, der teils infolge technischer Schwierigkeiten, teils wegen der beschrankten Zeit bei weitem nicht den Umfang erreicht hat, der wünschenswert gewesen wäre. Das Hauptziel der Arbeit war zunächst, die Urteilsfaktoren aufzüklären; und zwar schien es nach vorliegendem, dafs der absolute Eindruck eine Rolle spielt; deshalb nahm ich das klassische Gebiet des absoluten Eindruckes, die Gewichtsversuche. Der erste Teil behandelt die bei ihnen gefundenen Resultate. Aufserdem wurden nur noch Versuche auf optischem Gebiete angestellt, worüber im zweiten Teil. Bei ihnen legte ich den Wert darauf, die Versuche bei einem vorgeschriobenen Urteilsfaktor durchzuführen, um zu sehen, welche numerischen Resultate das ergibt. Zeitschrift Mr Psychologie 86. 16