213 Literaturbericht. C, A. Strong. Why Hl Mind hu ft Body. New York und London, Macmillan à Co. . 1903. 365 S. 10/6. Vorliegendes Buch bietet, in einfacher und klarer Darstellung, eine scharf gedachte und methodisch durchgeführte Begründung der Prinzipien des spiritualistischen Monismus. Entsprechend der Meinung des Verf., dato die besonderen Wissenschaften es nur mit den gesetzlichen Be¬ ziehungen zwischen möglichen Wahrnehmungen zu tun haben, während die Erforschung des Transzendenten der Metaphysik obliegt, zerfällt es in einen empirischen und einen metaphysischen Teil. In jenem, werden zunächst die Tatsachen erörtert, welche für die Entscheidung der Frage, ob zwischen Physischem und Psychischem Beziehungen der Wechselwirkung („Inter* actionism“), der blofs einseitigen Wirkung in der Richtung vom Physischen auf das Psychisch© („Automatism“) oder des Parallelismus anzunehmen ■eien, in Betracht kommen könnten. Es stellt sich dabei heraus, dafs di© landläufigen Erfahrungen, welch© auf den ersten Blick für ©in© Einwirkung des Bewusstseins auf den Körper oder des Körpers auf das Bewusstsein zn sprechen scheinen, sich ebensowohl nach den Prinzipien des Automatismus oder des Parallélismes wie nach denjenigen des Interaktionismus konstruieren lassen; dafs aber eine andere Gruppe von Tatsachen, nach welchen sich nicht nur der Inhalt, sondern auch dl© Intensität oder selbst das Dasein des bewufsten Lebens von körperlichen Bedingungen abhängig erweist, sich jedenfalls mit einem realistisch gefassten Interaktionismus schwerlich leimen läfst. Weiter als bis zu diesem Punkte vermögen aber die er¬ wähnten Tatsachen in der Beurteilung der vorliegenden Theorien nicht zu führen; in Ihrer Gesamtheit begründen sie nur das „Gesetz der psycho¬ physischen Korrelation“, welches, unter Ausschliefsung aller kausalen oder metaphysischen Deutung, nichts weiter besagt als dafs Bewufstsein untrenn¬ bar mit Gehirnprozessen verbunden erscheint. Die Frage, welche Gehirn¬ prozesse, sowie die andere, ob neben denselben noch andere körperliche Prozesse diese psychophysische Bedeutung besitzen, wird unentschieden gelassen ; die Hot Wendigkeit, auch für di© höheren psychischen Funktionen ein (direktes oder indirektes) Bedingtsein durch körperliche Zustände im Sinne des Gesetzes anzuerkennen, 'betont; und sehlieMieh ausgeführt, dafs die theoretisch wichtige Frage, ob die korrelativen Gehirn- und Bewufatseins- prozesse gleichzeitig oder sukzessiv stattfinden, aus praktischen Gründen