224 lAteratvrbericht. hürdung and Alles, was damit zusammen hängt, ist in der Constitution des Kindes and dessen socialen Verhältnissen zu suchen. Fehler der häuslichen Kniehang (hierbei a. JL Aikoholdarreichung) berechtigen fast dasa, eher von einer Ueberbürdung aulaerhalb der Schale als durch die Schale s* reden. Auf der anderen Seite soll gewila nicht geleugnet werden, dals die höhere Schule mit den häufigeren, bisweilen ganz überflüssigen Cenauren, dem Inspiciren and Examiniren mitwirkt, da diese Momente auch Schüler mit normalen Fähigkeiten schädigen können. Nimmt doch */« aller Kinder zur Prüfungszeit an Gewicht ab. Mit grofeer Genugthuung begrülst daher Verf. die Reform unseres höheren Schulwesens, welche eine Verminderung des Examenwesens bezweckt Wenn so oft gekränkter Ehrgeiz als Beweg¬ grund angeführt wird, so liegt dies auch daran, dals man heutzutage dem Fortkommen in der Schule einen zu grofsen Werth beimifst, sowie an der Ueberschätzung der eigenen Persönlichkeit durch das jugendliche Individuum, der künstlichen Züchtung dee Ehrgeizes. Aehnlich steht es um das verletzte Ehrgefühl, harte oder unwürdige Behandlung, Furcht vor der Strafe. Ißt der Schule haben diese Momente immerhin, wie schon oben gesagt oft genug gar keinen directen Zusammenhang, und wenn doch, so führt vor Allem die Eigenart des Individuums in vielen Fällen zum Selbstmords. Schliefslich berührt Verf. noch kurz das suggestive Moment der Nach¬ ahmung, indem er auf die Gefahr der Lektüre der Tagesblätter hin weist sowie das Moment der Spielerei und Eitelkeit der Sacht Andere su Ärgern und der unzutreffenden Vorstellung des kindlichen Alters vom Tode. Da Degeneration und Geistesstörung auf der einen, schlechte Er¬ ziehung und Frühreife auf der anderen Seite die relative Häufigkeit der Selbstmorde und ihre Zunahme erklären, so hat hier die Prophylaxe ein¬ zusetzen und sich frühzeitig mit der Erforschung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Kindes und mit einer auf dieser Erkenntnis sich aufbauenden Erziehung und Behandlung abzugeben. Ernst Schültzb (Andernach). Berichtigung. In meiner im 26. Bd. dieser Zeitschr. erschienenen Besprechung 1. auf S. 236, Z. 6 v. u. Gesammtklang, auf S. 237, Z. I Vaselin, Z. 7 Gesammt* empfindung. F. Kiesow. Berichtigung. Durch ein Versehen ist in meinem Aufsatze „Ueber den Einfluüs der Gefühle auf die Vorstellungsbewegung“, diese Zeitschrift 27, S. 26, Zeile 16 ein Druckfehler stehen geblieben. Daselbst soll es statt „psychologische Vorgänge“ richtig rphysiologische Vorgänge“ heiJGsen. Saxinokr.