444 Litera twrbericki. aber die Analyse häufig unterstützt wird durch Zuhilfenahme physiologischer Parteien und in einzelnen Fällen ohne dieselbe unmöglich ist.“ Dem Vorstehenden sei noch hinzugefügt, dafs der Arbeit ein madbug reiches Literaturverzeichnifs angehängt ist. Kiesow (Turin). L. Löwenfeld. Der Hypnotismus. Handbuch der Lehre von der Hypnose uA der Suggestion mit besonderer Berücksichtigung ihrer Bedeutung flr Modle in und Rechtspflege. Wiesbaden, J. F. Bergmann, 1901. 522 S. Nach einem lehrreichen Ueberblick über die Geschichte des Hypnotis¬ mus geht Verf. zum eigentlichen Thema über. Dabei setzt er ein bei dem mehrsinnig gebrauchten und deshalb leicht zu Irrthümer führenden Begriff der Suggestion, die er selber definirt als „die Vorstellung eineB psychischen oder psychophysischen Thatbestandes, welche in Folge von Beschränkung oder Aufhebung der associativen Thätigkeit durch Herbeiführung dieses Thatbestandes eine aufsergewöhnliche Wirkung äulsert.“ Je nach dem Entstehungsmodus können wir directe und indirecte, Fremd- und Auto¬ suggestionen unterscheiden, je nach dem Verhalten zum Bewufstsein be- wufste und unbewufste (oder unterbewufste) ; schliefslich trennt man noch Wach- von hypnotischen und posthypnotischen Suggestionen. Nachdrück¬ lich hebt er hervor, dafs der Suggestion ein gewisser, verschieden aus¬ geprägter Zwangscharakter anhaftet. Suggestibilität umschreibt Verf. als die Neigung zur Bildung von Suggestionen auf äufsere oder innere An¬ regungen; sie ist eine Disposition der Psyche, welche sich im# Ausfall oder in einer Abschwächung der associativen Thätigkeit gewissen Vorstellungen gegenüber, d. h. in kritikloser Annahme gewisser Vorstellungen äufsert. Man mufs hier die normale von der abnormen oder gesteigerten Suggesti¬ bility trennen. Der Typus der letzteren ist die Hypnose, die keinen krankhaften, insbesondere hysterischen, sondern nur einen arteficiell er¬ zeugten, eigenartigen, physiologischen Zustand darstellt, der durch ge¬ steigerte Suggestibilität ausgezeichnet ist und dem natürlichen Schlafe nahe steht. L. bezeichnet die Hypnose geradezu als einen Zustand psr^ fielen Schlafes. Jeder geistig gesunde Mensch läfst sich hypnotisiren, d. h. durch Hypnotisirungsproceduren in irgend einen Grad des hypnoti¬ schen Zustandes versetzen, wie zuerst und mit Nachdruck Fobel betonte. Natürlich ist die Hypnotisirbarkeit individuell recht verschieden und von den verschiedensten äufseren und inneren Momenten abhängig. Zutreffend wird dabei hervorgehoben, dafs Geisteskranke sich schwer hypnotisiren lassen. Bei der Technik der Hypnotisirung unterscheidet Verf. trotz der scheinbar aufserordentlichen Mannigfaltigkeit der hypnosigenen Mittel sensorielle Beize (Fixation, mesmerische Striche) und die directe Erweckung von Schlafvorstellungen (durch verbale Eingebung oder auf anderem Wege> Die letztere, die suggestive Methode, ist gegenwärtig am meisten verbreitet. Die für die Einleitung der Hypnose zutreffenden Vorbereitungen und ihre verschiedenen Modificationen werden ausführlich geschildert, insbesondere die Methode von Bernheim, die vom Verf. und die sogenannte fractionirte Methode von Vogt. Sehr eingehend v« erden. naXSvthskv d\e NexwskvxedwüÄn. und