288 TA terahtrberirht der musikalischen Töne, bei denen an eh die tiefen infolge ihrer grafte« physikalischen Energie ttnd langen Wellen den Luftwiderstand leichter überwänden und so weiter gehört würden, wie die hohen Töne mit ihrer gröfseren physiologischen Energie aber den leichter absorbierbaren kurzen Wellen. In betreff der Erklärung dieser Tatsachen schliefst sich Verf. auf Grund seiner eigenen Beobachtung der HauiHOLTzschen Ansicht v>on der Resonanz des äufseren Gehörganges an mit der Erweiterung, dafis aafcer diesem physikalischen Gründe noch ein physiologischer dabei zu berück¬ sichtigen sei. Je weiter wir uns nämlich von der Schallquelle entfernten, nm so weniger träte die Aktion des Tensor resp. die Resonanz des änfseren Gehörganges in den Vordergrund, desto mehr aber der Grundton der Mittelohrräume. Diese bildeten gewissermafsen einen Resonator für Geräusche vergleichbar einer kubischen Pfeife, deren Grundton infolge der schmalen Öffnung tiefer liege. In betreff der Wahrnehmung der Geräusche sei wohl anzunehmen, dafs die musikalischen in der Schnecke zur Perzeption kamen, dagegen müsse für die spezifischen, farblosen ein besonderes Organ im Labyrinth vorhanden sein, da bei hochgradiger Schwerhörigkeit oft noch schwache Geräusche gehört würden. H. Barts (Berlin). G. Zimiubmann. lacbtrigliche Betrachtungen Iber den physiologisches Vert der Labyrinthfenster. Arch. f. (Anat. u.) Physiol. Suppl. 2. S. 409. • Verf. kritisiert die von Lucas gegen seine Theorie gemachten Einw&irde und sucht besonders die von ihm ausgesprochene Ansicht von der Be¬ deutung der Membran des runden Fensters als Eingangspforte für die Schallaufnahme zu widerlegen. Derselbe. Aber den physiologischen Vert der Labyriithfeatter. Ebenda 8.488. Kurze Zusammenstellung des Gedankengangs der in diesem Archiv 8. 193 veröffentlichten Abhandlung. Stknoeb. Zer Theorie des binauralen ISrens. Zeitschr. f. OkrenheUk 48. S. SW, Verf. kommt auf seinen Stimmgabelversuch zurück, den er zur Diagnose einseitiger Taubheit verwandt wissen will. Werden zwei gleichgestimmte Stimmgabeln beiden Ohren auf die gleiche Entfernung genähert, so wird binaural gehört und gewöhnlich der Schall in die Medianebene dee Kopfe» lokalisiert. Nähert man dagegen die eine dieser Gabeln dem einen Ohr z. B. bis auf 2 cm, so erscheint der Gehörseindruck stärker, wenn die andere Gabel vor das andere Ohr in etwa 10 cm Entfernung gehalten wird, ohne dafs hierein Gehörseindruck stattflndet. Da man ferner, je nachdem von den beiden vor die äufseren Gehörgänge gehaltenen Gabeln, die eine entfernt oder genähert wird, bald nur mit dem einen oder anderen Ohre hört, so kann man ans dem Ausfall der Beeinflussung des einen Ohres durch das andere auf einseitige Taubheit schliefsen. Aus dem Überwiegen der Knochenleitung durch ein Schallhindernis entstände nach Ansicht dee Verf.s im Bewufstsein die Empfindung, als ob der Schall, da er stärker erscheine, von dieser Seite komme und so erkläre sich Latéralisation beim WEBEBschen Versuch. Der STUwppschen Ansicht, dafs diotische Zuleitung für gute Hörperzeption nicht erforderlich sei, pflichtet Verf. bei. H. Bbtkk (Berlin).