Literaturbtricht. m und motorischaïv in innigster gegenseitiger Beziehung stehenden Funktionen das Augenapparates vorstebe." „Die sensorische Korrespondenz der Nets* Baute hat ihr motorisches Korrelat in der durch die Assoziation bedingten Korrespondenz der Bewegungen“ (Hering). In den Ausführungen über Nerven usw. schliefst sich Verl hauptr ■Schlich an Beuwiixkr an. Betreffs der „Innervationsempfindungen“ ver¬ mittelt er zwischen Helmholtz und Hering : „die Augenbewegungen werden durch den psychophysischen Prosefs der Aufmerksamkeitszuwendung aus- gelüst und unter Kontrolle der Netzhautbilder durchgeführt“ Die Kapitel über monokulares Sehn bringen eine übersichtliche klare und kritische Darstellung der alteren und neueren Literatur der Hauptsache nach vom HKRiNoschen Standpunkt. Wenn Verl 8. 816 sagt „die Annahme, dafs sich die Zapfeninnenglieder mit ßeekig facettierten Körpern aneinander sehliefsen, wodurch diese (s. o.) LAeken wegfielen, dürfte für das lebende Auge nicht zutreffen“, so ist zu Bemerken, dafs es sich hier nicht nur um eine Annahme handelt, sondern um den Nachweis, dafs sich die 6 eckige Querschnittsform bisher in den bestfixierten Präparaten regelmkfsig gefunden hat. Verl ist der Ansicht, dafs die Aufsenglieder der Zapfen die eigent¬ liehen perzipierenden Endorgane darstellen. Aus Gründen, die der ent- optischen Beobachtung entnommen sind, ist dies dem Re! unwahrschein¬ lich (Arch. f. Ophth. 51, S. 158—169). Auf genannter Annahme basieren die folgenden Ausführungen, welche ungewöhnlich hohe Sehschärfen erklären sollen: 2 Sterne, deren Bilder auf der Netzhaut um etwa Va Zapfendurch¬ messer voneinander entfernt seien, sollen dadurch isoliert wahrgenommen werden können, dafB bei einer minimalen Augenbewegung der eine sich inmachst auf einem bestimmten Aufsengliede, dann aber auf dem Zwischen¬ raum, der zweite Stern nun aber Bich auf demselben Aufsengliede, dann auch dieser auf dem Zwischenraum und endlich der erste Stern sich anf dem nächstgelegenen Aufsengliede abbilde. Diesen Deduktionen gegenüber wird man sich erheblichen Bedenken kaum verschliefsen können. Weniger als die bisher besprochenen Kapitel können den Ref. die Aus- führungen über Stereoskopie usw. befriedigen. Es fehlen zu sehr die Ele¬ mente, von denen man ausgehen mufs, um das Kompliziertere zu verstehen. Eine Erklärung, wodurch die Feinheit der binokularen Tiefen Wahrnehmung ermöglicht wird, ist nicht einmal versucht. Über die Theorie der stereoskopischen Messung wird nur folgendes gesagt: „Setzt man in die Bildfeldebenen eines Doppelfernrohrs 2 Glas¬ plättchen mit passend durch Zeichnung hergestellten und photographisch verkleinerten Marken, so kann ein Raumbild hiervon über das Raumbild der Landschaft im Gesichtsfeld schwebend erhalten und die gesuchte Ent¬ fernung eines Landschaftspunktes unmittelbar an der mit entsprechenden Zahlen versehenen Skala der Marken abgelesen werden.“ Wer die Sache nicht schon kennt, wird sich daraus kaum eine Vorstellung machen können, und wer sie praktisch kennt, wird sie theoretisch kaum verstehen. Statt einer theoretischen Analyse schliefst sich eine Beschreibung der betreffen¬ den Apparate an. Bekanntlich hat Helmholtz die Konstruktion solcher