104 (Aus der physikalischen Abteilung des physiologischen Instituts ta Berlin.) Über farbige Lichtfilter. Einige photometriBche Untersuchungen. Von Gunni Busck, Laboratoriumsassistent bei „Fntsmrs med. Lysinstitut“ in Kopenhagen. Bei lichtbiologischen Untersuchungen ist die Forderung all¬ mählich mehr und mehr in den Vordergrund getreten, dafs die Qualität des benutzten Lichtes in jedem einzelnen Versuch genau bestimmt werden mufs, weil die Wirkung in den verschiedenen Spektralabschnitten in der Regel verschieden ist; es liegen ja sogar Beispiele einer geradezu antagonistischen Wirkung der Strahlen verschiedener Wellenlänge vor. — Bedeutend geringeres Gewicht ist häufig auf die genaue Bestimmung der Intensität der Spektrallichter gelegt worden ; und doch ist eine solche ein nicht weniger wichtiges Glied in der experimentellen lichtbiologi¬ schen Technik als die spektroskopische Untersuchung der Art der Strahlen. Es lassen sich zahlreiche Beispiele dafür anführen, dafs starkes und schwaches Licht qualitativ verschiedene biologische Wirkungen besitzen kann: Starkes Licht wirkt be¬ kanntlich selbst auf derartige Organismen destruierend, für welche eine weniger intensive Belichtung auf die Dauer eine Lebensbedingung ist; ein Organismus kann sich negativ photo¬ taktisch gegenüber starkem und positiv phototaktisch gegenüber schwachem Licht verhalten usw.