'J Loeter. Versuche von Nagel und Schaefee 1 über die Empfindlichkeits- Steigerung des Netzhautzentrums für farbige Lichter waren Er¬ fahrungen gewonnen worden, auf Grund deren es aussichtsreich erschien, die Verschiebungen genauer festzustellen, welche die Schwelle des Farbigeehens im Verlaufe der Dunkeladaption erleidet Nagel und Scbaefek hatten gezeigt, dafs, wie nach manchen älteren Erfahrungen zu erwarten war, der farbenempfindliche Apparat in der Netzhaut und speziell auch die Fovea centralis bei Ldchtabschlufs eine, wesentliche Empfindlichkeitszunahme erkennen läfst. Dieser Prozefs spielt sich in den ersten 2 bis 6 Minuten des Dunkelaufenthalts ab und es scheint, dafs damit die Zentrum ihr Ende erreicht hat Andererseits setzt nach dem Ablauf von etwa 8—10 Minuten Dunkelaufenthalt (vorherige gute Helladaptation vorausgesetzt) die ungleich betrâeh$çhe$e EmpfipdUchkeitssteigerung der Netz¬ hautperipherie ein, die Pipeb studierte, indem er dem Auge relativ grofse leuchtende Flächen darbot, die jetzt unter den Bedingungen des „Dämmerungssehens“ gesehen wurden und somit stets farblos erschienen. Ç)ie Aufgabe nun, die ich mir stellte, war die, unter ähnlichen Bedingungen wie bçi dçn PiPEBschen Versuchen, d. h. bei Be¬ trachtung eines yerhältnismäfsig grofsen leuchtenden Objekts mit wanderndem Blick zu beobachten, dabei aber nicht wie Pipçb die Helligkeit des. beobaçbteten Objekts auf die generelle Schwelle * einzustellen, sondern auf die spezifische FarbenschweHe. Diese Aufgabe deckt sich, wie man sieht, für die ersten Minuten des Dun^çUufenthalte (nach yorauagehender guter Helladaptation) völlig, rp.it derjenige^, die sich Nagel und Scbaefeb gesteht 1 Über das Verhalten der Netzhautzapfen bei Dunkeladaptation des Anges. JPiese Zeitschrift 84> 1904. 1 Bed der.Verwendung dex. Ausdrücke „generate Sçhwe.Ue“ md .„p$pü-_ zit&t^th^orie“ stelle, ich ipich auf d$n Boden der Darstellung des yon v, Kqisff çjx Abschnitts „Oesichtsempfindungen“ in Nagels ÇLand- buc^ de£ Physiologie des Menschen, Bd. Ill, S. 19 bzw. 185. Der Ausdruck, „generelle Schwelle“ im Gegensatz zur „spezifischen Schwelle“ entspricht der bisher gebrauchten Bezeichnung „absolute Schwelle“. Letzterer Aus¬ druck wird aber auch im Gegensatz zur „Unterschiedsschwelle“ gebraucht» darum empfiehlt sich dqr neue Name.