(Aua der physikalischen Abteilung des physiologischen Instituts der Universität Berlin.) • • Tiber den Einflufs der Dunkeladaptation auf die spezifische Farbenschwelle. Von Dr. raed. Lok»eh, Berlin. Im Zusammenhänge mit verschiedenen anderen, zum Teil schon veröffentlichten Untersuchungen über die Funktionsweise des dunkeladaptierten Auges, die im Laufe der letzten zwei Jahre in der physikalischen Abteilung des Berliner physio¬ logischen Instituts ausgeführt wurden, erschien es wünschens¬ wert, auch die Abhängigkeit der sog, Farbenschwelle vom Adaptationszustand systematisch zu untersuchen. Es ist eine bekannte Tatsache, dafs für das in gewissem Mafse dunkel- adaptierte Sehorgan homogene Lichter im allgemeinen „farblos über die Schwelle treten14, wie man zu sagen pflegt, m. a. W., dafs es gewisse niedrige Helligkeitsstufen gibt, bei denen ein homogenes Licht wohl einen Reiz für die Netzhaut bildet, ohne dafs jedoch eine spezifische Farbenempfindung zustande käme. Erst wenn die Intensität des Reizlichtes gesteigert wird, tritt zu der unbestimmten farblosen Lichtempfindung di© eigentliche Färbenempfindung hinzu, zunächst nur andeutungsweise und unsicher erkennbar, bei gröfserer Helligkeit immer deutlicher. Durch die' Untersuchungen von Pipeb1, der di© im Dunkel- Aufenthalt eintretende Steigerung der absoluten Empfindlichkeit für farbloses Liebt messend feststellte, sowie durch die analogen 1 Über Dunkeladaptation. Diese Zeitschrift 31, 1908. Zeitschrift für Psychologie 86. 1