186 Stanixlaw L&ria. Hat man früher in Anlehnung an das Bild, das man sich von der Funktion der Aufmerksamkeit konstruiert hat, die Frage untersucht: „wie viel auf einmal in dem Blickpunkte des Be- wuf8tseins sich befinden kann“ — so zeigt unsere Untersuchung, dafs man bei optischen Eindrücken auf diese Frage folgendes antworten kann: „Alles, was die Bedingung des „optimum“ der Einwirkung auf die Betina“ erfüllt; d. h. alles, was sich auf einer Akkommodationslinie (resp. einer Akkommodationsfläche) befindet. Man kann auch die Erklärung dafür finden, warum man bei den Untersuchungen über den „Umfang des Bewufstseins“ diese Tatsache nicht bereits längst gefunden hat. Man bediente sich nämlich immer solcher Objekte, welche sich auf einer Ebene be¬ fanden. Von derart aufgestellten Objekten konnten nur diejenigen deutlich gesehen werden, welche auf der Partie der Ebene lagen, wo sich diese an die Akkommodationsfläche anschmiegt. Alles andere, weil aufserhalb der Akkommodationsfläche liegend, mufste undeutlich gesehen werden. Derartige Versuche, weit entfernt über den Umfang des Bewufstseins Aufschlufs geben zu können, sind im Anschlufs an unsere Untersuchungsmethode doch imstande, über den Verlauf der Akkommodationsfläche um den zentralen Fixationspunkt herum genauer zu orientieren. Dieser Teil der Akkommodationsfläche ist ja für die Er¬ scheinungen des Sehens die wichtigste und bedarf noch einer weiteren Untersuchung. Deshalb sind auch die zentralen Partien der entsprechenden Kurven auf den Tafeln III und IV punktiert gezeichnet. (Eingegangen am 24. Juli 1905.)