294 Literatwrbericht. Umfang vom tiefsten Dnnkel bis zum Maximalgrade derselben zu, aber W. sieht hierin keinen Nachtheil seiner Anordnung, da das elektrische Bogen¬ licht so blendend wirkte, dafs der störende Blendungsfactor erst bei starker Herabsetzung der maximalen Helligkeit ausgeschlossen erschien. Durch diese Anordnungen, die des Weiteren ausführlich beschrieben sind, suchte der Verf. den FBCHNEK-HELMHOLTz’schen Satz auch für das Nachbild eines farbigen Helligkeitsunterschiedes zu erproben. Statt des Schwarz wurde hier Grün verwandt. Auch die Resultate dieser Versuchsanordnung sind in besonderen Tafeln und graphisch in einer Curve dargestellt Auch aus diesen Versuchen, -die der Verf. an sich selbst anstellte, resultirte „in der That eine sehr gute Uebereinstimmang mitdem F.-H.’schen Satze.“ Der Verf. suchte dann noch die Frage zu entscheiden, „ob sich das Nachbild einer farbigen Helligkeitsdifferenz auch hinsichtlich seines absoluten Werthes ebenso verhält, wie ein Nachbild, das durch die Fixation einer Differenz entsprechender farbloser Helligkeiten ent¬ standen ist,“ da erst durch eine solche Uebereinstimmung die allgemeinere Regel für die Thatsachen gefunden sei, die Martius als Ausgangspunkt für seine Methode der Bestimmung der Helligkeit einer Farbe dienten. Die Aufgabe bestand hier darin, ein Grau von der gleichen Helligkeit des ver¬ wandten Grün zu finden, das dann an die Stelle des letzteren gesetzt ward. Der Verf. führte auch diese Versuche an sich selbst aus; es ergab sich, wie man auch aus der betreffenden Tabelle ersieht, eine gute Ueberein- Stimmung. W. fügt hinzu: „Bei der Genauigkeit, die vorläufig erreicht worden ist, kann natürlich kein absolutes Zusammenfallen beider Curven erwartet werden, auch wenn die Wirkungen selbst thatsächlich vollkommen zusammenfielen.“ „Diese nahe Uebereinstimmung des Helligkeitsw-erthes eines farbigen Nachbildes mit dem Nachbild einer entsprechenden farb¬ losen Helligkeitsdifferenz, bildet zugleich“, wie hinzugefügt wird, „eine wichtige Bestätigung für die Selbständigkeit des Helligkeitsfactors in der Lichterregung überhaupt, welche in allen neueren Farbentheorien auf Grund allgemeiner Erfahrungen angenommen ist.“ Die Arbeit schliefst: „Wie schon erwähnt, gebührt G. Mabtics das Verdienst, diese Selbständigkeit des farbigen Helligkeitsnachbildes zu einer Methode der indirecten Helligkeitsbestimmung von Farben verwerthet zu haben, und bilden meine Versuche dieses letzten Abschnittes zugleich eine volle Bestätigung derselben von einem allgemeinen Gesichtspunkte aus etc.“ — Die Einzelheiten der inhaltreichen Arbeit müssen hier selbst nach¬ gesehen werden. Ein Schlufs wird folgen. Kiesow (Turin). Th. Beek. Ueber primitive Sehorgane. Wiener klinische Wochenschr. Nr. 11. 12 u. 13. 73 S. 1901. Nach einleitenden kritischen Vorbemerkungen, welche die bisherigen speculativen, Lichtempfindung und Sehorgane bei niederen Thieren oft nur auf Grund eines Vorurtheils supponirenden Bezeichnungen rügen, schlägt B. eine mehr „objectivirende“ Nomenclatur vor. Dieselbe verdient wegen des Bestrebens, nicht jede Reaction auf Lichtreiz sogleich als Licht¬ empfindung zu deuten, allgemeine Berücksichtigung auf dem Gebiete der Sinnesphysiologie.