158 ÎÀtera turbericht. unfehlbar unterdrückt werden konnte. Die Versuche an Studenten, ergaben grofse persönliche Differenzen., zeigten eine bessere Beherrschung nach Alkohoigenufs und bestätigten, im Uebrigen die allgemeinen Anschauungen über di© günstigsten Bedingungen. Sodann folgte eine Statistik über 584 Knaben und 651 Mädchen, im Älter von 5—15 Jahren. Die Methode war dabei insofern abgeändert, als die Entfernung der Glasplatte nach einer bestimmten Anzahl vergeblicher Versuche vergröfsert wurde. Es zeigte sich der bekannte Fortschritt mit dem Alter, eine etwas gröfsere Leistungs¬ fähigkeit der Knaben, keine nähere Beziehung zur sonstigen Qualification, und bei den Mädchen auch keine Beziehung zu. notorischer Nervosität, während bei den Knaben in letzterem Falle eine geringere Beherrschung vorhanden zu sein schien. Wara (Leipzig). H. 8. Kubus. Automatic Movements of tie Larynx. (Psychol. Labor, of Clark Univ. 15.) Amer. Joum. 11 (2), 237—239. 1900. Von den, Ergebnissen Hansen’s and Lehmann’s über unwillkürliches Flüstern ( Wundt's Philos. Studien 11) ausgehend» läfet Verf. die unwillkür¬ lichen Articulationsbewegungen des Kehlkopfes durch eine dem Sphygmo- graphen nachgebildete Vorrichtung reglstriren, deren Justirung allerdings nach Angabe des Verl’s selbst nicht immer zuverlässig war. Der Nach¬ weis jener Bewegungen gelang bei 15 geeigneten Personen durch Vergleich der Curve, die beim lautlosen Reprodiiciren von Gedichten, etc. abgenommen, wurde, mit der entsprechenden. Flüsterenrve einerseits und der Normal- curve andererseits. Whith (Leipzig). F. w. Kakd:n«. Ueber §eliilgltitii,Mt«niciiigei oder Feststellung der Schreibfltichttgkeit der Schriftxeichen. I u. II. Steglitz bei Berlin. Selbst¬ verlag. 1899. 29 u. 54 S. Die vorliegenden Hefte gestatten einen Einblick in die wissenschaft¬ liche Arbeit verschiedener Stenographenvereine, deren Ziel die Aufstellung einer Einheitsstenographie ist. Neben Anhängern des Einigungs- Systems Stolze-Schkky erörtern Stenographen anderer Systeme gemeinsam Fragen von weittragender Bedeutung und die Discussion zeigt, dafs hier nicht nur äufserlich die Apparate, sondern auch Sorgfalt und Methode von, der experimentellen Psychologie entlehnt sind. Grundlegende Arbeiten haben seit 16 Jahren Dr. Nitsche, Dr. Dbkin- höfer, Bcccola, Fowler, Skrini, Faulmann, Dr. A. und F. von Kunowski ge¬ liefert. Das 1. Heft Kaeding’s, das den Entwurf zu einem „Arbeitsplan für Zeitmessung der Schrift“ enthält, hat eine .Reihe von Recensionen der darin enthaltenen. Vorschläge zur Folge gehabt, deren. Verfasser Mager, Dr. Brauns, Dr. Fleischer, Dr. v. Kunowski, Matschenz, Mosbach, Roller, Schickenberg, Pfau, Ullrich, Dr. Clemens, Bender, Strajœlendorfp, Fob wick und Bams sind. Sämmtliche zum Tfaeii sehr gründliche Erwiderungen hat Kakding im 2. Hefte zusammengestellt und neue Fragestellungen daran an geknöpft. In der Discussion, handelt es sich um folgende Probleme: 1. Wie oft kommt unter einer bestimmten Silbenzahl ein Wort, eine Silbe, ein Laut vor? (Hftufigkeitsuntersuchungen.) 2. Da den häufigeren Lauten diejenigen