Entgegnung. In Band XIY, S. 140 dieser Zeitschrift ist mir erst jetzt eine Rezen¬ sion meiner Schrift „Zum Schutze der Psychologie“, unterz. J. Cohn (Frei¬ burg) zu Gesicht gekommen. Ich habe in sachlicher Beziehung darauf zu bemerken, dass nach meiner Auffassung dem Thier Raumanschauung nicht abgesprochen werden darf, die jedoch nur momentan erfolgt, und in der es nur instinktiv lokalisirt. Das Thier ist keiner Unterscheidung der Dinge von einander, wie seiner selbst von den Dingen in räumlicher Vorstellung fähig: es ist nicht vorstellungsfähig. — Im Uebrigen bin nicht ich, sondern ist H. Wundt der Spiritist, der nur aus spiritistischen Anwandlungen auf eine Umwälzung im Organon der Wissenschaften ausgeht, in Ansehung deren er wohl nicht auf den Beifall der Naturforscher und Philosophen wird rechnen dürfen. — Ob die Art, wie in der Rezension über meine Schrift geurtheilt wird, angemessen sei oder nicht, überlasse ich Denen, welchen jene, sowie das Urtheil offen darüber vorliegt, zu entscheiden. Dr. F. Wollny. Zu dieser Entgegnung möchte ich bemerken : 1. Herr Dr. Wollny würde die Psychologen durch Mittheilung der Thatsachen, auf die sich seine Thierpsychologie stützt, sehr verpflichten. Blosse Hypothesen aber sind keine Beweise. 2. Ich habe Herrn Dr. Wollny als Spiritisten bezeichnet, weil er an Telepathie glaubt. Wundt könnte höchstens „Spiritualist“ genannt werden, d. h. einer, der das eigentliche Wesen der Dinge für geistig hält. Er würde übrigens auch diese Bezeichnung ablehnen. J. Cohn (Freiburg i. B.).