392 ÎÀtteraturberkht Tabelle auf Seite 7 ist ein störender Druckfehler stehen geblieben; es soll nämlich statt + l°,ß2 + 1°,32 heißen. . Witaset (Graz). LiAbkault. Das Wachen, ein aktiver Seelensnstand. — Der Schlaf, ein passiver Seelensnstand. — Physiologische passive Znst&nde, bezw. {pathologische, welche dem Schlaf analog sind. — Suggestion. Zeitschr. f. Hypnot. HI. 1—3. Wachen ist derjenige aktive Seelenzustand, in welchem der gesunde Mensch sich befindet, wenn er sich in Beziehung setzt zu sich und der Außenwelt. Er bestrebt sich, seine Sinnesnerven in den Bereich der sie direkt treffenden Beize zu bringen und deren Eindrücke im Gehirn zu empfangen. Die Basis des aktiven Wachzustandes ist di© Aufmerksam¬ keit. Die Spontanaufmerksamkeit befindet sieb in beständiger Erwartung und Bereitschaft, Sinneseindrücke aufzunehmen. Sie bethätigt sich haupt¬ sächlich auf dem vegetativen Gebiete, im Gegensatz zur reflektierenden Aufmerksamkeit, die mehr auf dem Gebiete des animalen Lebens thätig ist, welche bewußter ist als die eiste. Sie fördert mehr die höheren geistigen Thätigkeiten, das Vergleichen, Urteilen, Schliefsen. Bei letz¬ terer Bethätigung mufs dann die Willenskraft helfend eingreifen. Dem Willen verdankt der Mensch die Fähigkeit, die Motiv© sein,es Handelns zu wägen und je nach der Wahl zu handeln, d. h. Gehirn und Sinnes¬ organe auf beliebige Objekte zu richten. — Aber auch auf dem Haupt- sohauplatz der Spontanaufmerksamkeit, im vegetativen Leben, findet die zerebrale Bewußtseins- und Willensfreiheit ihr Echo. L. zweifelt nicht, dafs auch in den Zentren des vegetativen Systems (Respiration, Zirku¬ lation, Peristaltik etc.) spontane und reflektierende Aufmerksamkeit und auch eine Art Will© platzgreift, wacht und herrscht! — Ermüdet der Mensch infolge erhöhter Arbeitsleistung, so hat er das Bedürfnis, die Bewegungen des Gehirns und Körpers zu verlangsamen. Er isoliert sich von allem, was Gehirn und Sinne reizen könnte, konzentriert seine Aufmerksamkeit auf die Schlafvorstellung. Der Mensch schläft, nur das vegetative Leben wacht. Der künstliche Schlaf ist analog, nur fehlt ihm die vorhergehende Müdigkeit. Der natürliche Schlaf ist suggestiv in seinem Ursprung, Ist die Konsequenz der Schlafvorstellung. — Der Wachzustand ist „eine Thätigkeitsäufserung der Aufmerksamkeit und des Willens zum Zwecke der Bildung, beziehentlich Wiederauf¬ frischung von Vorstellungen, Vergleichungen und Schlüssen." Der Schlaf ist „eine Folgeerscheinung der mehr oder minder vollkommenen Hemmung der Denkthätigkeit im Wachen." — Umpfbnbach (Bonn). Fokbl. nochmals das Bewußtsein. Zeitsehr, f. Hypnot. III. 3. F. kommt nochmals auf sein Unterbewufstsein — das Bewußtsein bei scheinbar imbewußten Vorgängen — zurück und will dafür den induktiven Beweis beibringen. Somnambulen mit Doppelbewußtsein haben im ersten und zweiten Zustand Bewußtsein, wissen aber im ersten Zustand nichts vom zweiten, und umgekehrt. Für die Dr außen¬ stehenden sind aber beide Zustände als bewußt anzusehem Ähnlich ist