LiUeraturberichL 287 min Fehler von 20—86—60 e pro Schallschltissol ein (Fallzeit des Ankers). D» er konstant und kontrollierbar ist, so mag er — häufige Kontrolle vorausgesetzt — harmloser sein. Verfasser hat den Apparat an Wahl- und Wortreaktionen erprobt. Für den kritischen Leser Ist die Bewährung sehr zweifelhaft. Willkür¬ liche Umrechnungen, wie S. 688, Z, 11 von oben, sind ganz unstatthaft und müssen das Vertrauen zu den Zahlen vollends erschüttern. Für psychiatrische Versuche ist der Apparat nicht zu empfehlen; er würde hier etwa dasselbe leisten wie eine falsche Temperatur¬ messung auf hundert Teile eines Grades. Ziehen (Jena). P. Janet. Besumé historique des études sur le sentiment de la per¬ sonnalité. Revue scientifique. Série 4. Tome 6, 1896. S. 97—103. Die Philosophie des Altertums und Mittelalters haben den Ich- Begriff und den Seelenbegriff nicht voneinander getrennt, sondern beides als ein Ganzes vom Standpunkt der abstrakten Spekulation aus be¬ trachtet und behandelt. Erst im Anfang dieses Jahrhunderts, und ganz besonders nachdem die genialen Lehren Kants unter den Philosophen aller Länder die weiteste Verbreitung gefunden, fing man an, die Ich« Vorstellung frei von allem metaphysischen Beiwerk psychologisch zu untersuchen. Die Sensualisten, in erster Linie Stuart Mill und Herbert Spencer, haben die Komponenten unser er s Person&litätsbewufstseins auf¬ gedeckt und die Bedeutung der Gegensätze zwischen inneren subjektiven Vorgängen und von aufsen erregten Empfindungen für die Ich-Vorstellung, sowie den Einfiufs der Innervationsgefühle und der Widerstandsempfin¬ dungen auf dieselbe dargelegt. Die Rationalisten haben sich um die Feststellung der Gesetze verdient gemacht, welche das Zusammenwirken dieser einzelnen Faktoren der einheitlichen Ich-Abstraktion beherrschen. Immerhin genügen Selbstbeobachtungen einzelner Autoren nicht, Wie der Physiologe, wenn er die Funktionen eines Organes studieren will, die Lebensbedingungen desselben möglichst variiert, so mufs auch das Studium des Personalitätsbewufstseins durch die Beobachtung namentlich pathologischer Fälle ergänzt werden. Hierin ist in der jüngsten Vergangenheit bereits Erhebliches geleistet. Die Arbeiten Charcots und seiner Nachfolger, sowie insbesondere die philosophische Verwertung ihrer Ergebnisse durch Ribot bezeichnen in diesem Sinne geradezu eine neue Epoche in der Lösung des Ich-Problems. Schaefer (Rostock). J. McKeen Cattell and Livingston Farr and. Physical and Mental Measure¬ ments of the Students of Columbia University. The Psychol Rev. Vol. m. No. 6. Nov. 1896. (31 S.) Verfasser veröffentlichen Methode und Resultate von Untersuchungen, die sie über die geistige und körperliche Beschaffenheit von 100 Studenten an ge stellt haben. Jeder Prüfling meiste zunächst seine Personalien, Nationalität und Studiengang aufschreiben und damit zugleich eine Probe seiner — im Zusammenhang mit anderen Kennzeichen nicht ganz unwichtigen — Handschrift geben. Weitere Details Über Heredität,