464 Id tteraturberick t. nur eine hat, deren zwei Momente, nämlich r. und £. oder r. und z., als Vertreter der richtigen und falschen Fälle in den betreffenden Formeln benutzt sind. Zum Schlufs der Abhandlung wird es behauptet, dafs vielleicht alle Momente der psychischen Vorgänge, nämlich das Gefühl, das Wollen und das Erkennen, alle anfänglich in der ursprünglichen Empfindung vorhanden sind. Die hier gemeinte Empfindung ist aber natürlich nicht die abstrakte der allgemeinen Psychologie, die in der Wirklichkeit nirgends zu finden ist, sondern die ursprüngliche Em¬ pfindung des undifferenzierten Bewufstseins. Studies from the Princeton Laboratory. Psychol. Bev. II. 3. S. 236 bis 276. (1895.) I. J. Mark Baldwin and W. J. Shaw: Memory for square size. II. H. C. Warren and W. J. Shaw; Further experiments on memory for square size. Die Versuche, über welche die beiden Arbeiten berichten, wurden unternommen, um den Einflufs der abgelaufenen Zeit auf die Genauigkeit des Gröfsengedächtnisses zu bestimmen. Sie wurden zunächst nach fol¬ genden beiden Methoden ausgeführt : Den versammelten Versuchspersonen (ca. 225 an Zahl) wurde ein „Normalquadrat“ und dann, nach Ablauf der bestimmten Zeit, 1. eine Gruppe anderer Quadrate von verschiedenen Gröfsen gezeigt, unter denen das mit jenem gleich grofse zu bestimmen war, oder 2. ein einziges, um 20 mm gröfseres Quadrat gezeigt und ge¬ fragt, wie sich die Gröfse desselben zu der des Normalquadrates ver¬ halte. Zwei- und nicht eindimensionale Gebilde wurden verwendet, um dem störenden Einflufs der dem Gedächtnis in der Hegel ziemlich geläufigen Längeneinheit zu entgehen. (Wird denn dieser Einflufs durch die Quadratseite nicht gerade wieder ermöglicht?) Von den so erhaltenen [Resultaten sind die der zweiten Methode durchgehends um 20% günstiger; doch verlaufen die ihnen entsprechenden Kurven ziemlich parallel, indem sie von 0' bis 10' steil, von 10' bis 20' sachter und von 20' bis 40' wieder steiler abfallen. Die Verschiedenheit der Ergebnisse führen die Verfasser zum Teil auf die Natur der Fragestellungen zurück, gemäfs welcher bei der ersten Methode sowohl Zu- als Abnahme der Gröfse des Quadrates im Gedächtnis zu falschem Urteil führen, während das bei der zweiten blofs bei merklicher Zunahme der Fall ist ; zum Teil aber auch auf den störenden Einflufs des simultanen Gröfsenkontrastes, der sich bei der ersten Methode einstellt. Ersteres beeinträchtigt die Ge¬ nauigkeit der zweiten, letzteres die der ersten Methode. Um beiden Mängeln auszuweichen, wurden die Versuche nach dem Verfahren der Schwellenbestimmungen fortgesetzt, und zwar so, dafs immer nach Ab¬ lauf der bestimmten Zeit das mit dem Normalquadrat eben noch für gleich gehaltene Quadrat gesucht wurde. Dadurch wird es einerseits unnötig, der Versuchsperson gleichzeitig mehrere Quadrate zu zeigen, andererseits aber auch ermöglicht, eine Veränderung des Gedächtnisbildes