Die Aufmerksamkeit und die Funktion der Sinnesorgane. (Die mitgeteilten Experimente wurden im physiologischen Institute zu Wien ausgeführt.) Von W. Heineich. Zweiter Beitrag. Mit 2 Figuren im Text. Die Untersuchungen des ersten Beitrages1 haben die Be¬ ziehung festgestellt, welche zwischen der Akkommodation des Auges und der Lage der angeschauten Objekte besteht. Es hat sich gezeigt, dafs „di0 Akkommodation des Auges nicht unabhängig davon ist, ob der zentrale oder periphere Teil des Gesichts¬ feldes angeschaut wird, und dafs bei der Anschauung der Objekte in den seitlichen Teilen des Gesichtsfeldes die Akkommodation sich ändert, trotzdem der Abstand der angeschauten Objekte derselbe bleibt, wie der der zentral gesehenen“. Unbeanwortet blieb die Frage, ob die Linse für alle Entfernungen des paraxial liegenden Objektes dieselben Krümmungen behält, oder ob sich diese mit der Entfernung des Objektes ändern. Es wurde damals die Vermutung ausgesprochen, dafs die genaue Akkommo¬ dation des Auges für die paraxialen Objekte wohl ausgeschlossen sein wird, die approximative aber denkbar. Diese Vermutung mufste geprüft werden, denn erst die Bestätigung derselben könnte einen genauen Einblick in die Akkommodationsverhält¬ nisse des Auges gewähren. Die Untersuchungsmethode blieb dieselbe wie bei der ersten Arbeit. Es wurden die Krümmungs¬ verhältnisse der Linse mit der bereits beschriebenen Anord- 1 Diese Zeitschrift. Bd. IX. S. 342 u, f.