Über Kontrast und Konfluxion. (Zweiter Artikel.) Von F. C. Müllbb-Ltbb. (Mit 26 Figuren im Text.) Jn dieser Zeitschrift Bd. XI, Heft 8/4 finde ich eine Arbeit von G. Hetmans, in der sich der Verfasser, nach dem Vorgänge A. Bdtets,1 die Aufgabe stellt, die quantitativen Verhältnisse der Konfluxionstäuschung daroh Messung an einer grölseren Anzahl von Individuen festzustellen.’ Die Messungen Binets und Hmtmaus’ beziehen sich auf wohl alle Fragen, die über diese quantitativen Verhältnisse der Täusehung bis jetzt auf* geworfen und, zum Teil wenigstens, von verschiedenen Beob* achtern in nicht ganz gleichlautender Weise beantwortet worden waren, so dais wir jetzt ein Zahlenmaterial besitzen, das auch auf die Theorie ein helleres Licht wirft, als es bisher der JTall war. Hetmans benutzt denn auch die Resultate dieser quan¬ titativen Untersuchungen dazu, die Entstehung der Täuschung aufzuklären, wobei er u. a. zu dem Schlafs kommt, daß die von mir verteidigte Kontrast- und Konfiuxionstheorie nicht richtig sei. Diesem Teile der Arbeit, der zu Mißverständnissen mehrfach Veranlassung geben könnte, möchte ich eine kurze Besprechung widmen. Es sind nicht weniger als sieben Einwände, die Hetmans gegen die Konfiuxionstheorie ins Treffen fahrt, deren Anzahl âeh aber bei näherem Zusehen bedeutend vermindert, da vier der Einwände sich überhaupt gar nicht auf die Konfluxions«* 1 À. Binet, La mesure des illusions visuelles chez les enfants. Rev. philos. 1805. Juli-Heft. S. 11. s G. f! bymans , Quantitative Untersuchungen über das „optische Paradoxon“. Biese ZeUschr. IX. 8. 881. 1895.