Die schwedische Pflanzenzüchtung zu Svalöf. Eine kurze Darstellung von Dr. A. ULANDER. (Hierzu Taf. II—VU.) Aus einem geringen Anfang hat sich der schwedische Saat¬ zuchtverein zu Svalöf zu einer verhältnismässig bedeutenden An¬ stalt mit einem grossen Arbeitsgebiete und mit gut begründeten Arbeitsmethoden entwickelt. Die folgenden Zeilen beabsichtigen in ganz gedrängter Form die Darstellung einiger Hauptpunkte dieser Entwicklung zu geben, und besonders werden dabei einige theoretische Gesichtspunkte ins Auge gefasst werden, die zu der praktischen Veredelungsarbeit in engster Beziehung stehen. Die Züchtung neuer und besserer Sorten durch systematische Veredelung unserer landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, das war die Aufgabe, die sich der im Jahre 1886 gebildete südschwedische Verein für Anbau und Veredelung des Getreides gestellt hatte. Für diesen Zweck wurde eine besondere, mit den nötigen Gebäuden und sonstigen Hilfsmitteln, aber vor allem mit wissen¬ schaftlichen und fachmässigen Arbeitskräften ausgerüstete Anstalt gegründet, die sich nach einigen Jahren und nach der Verschmelzung mit einem ähnlichen mittelschwedischen Verein „Schwedischer Saatzuchtverein“ nannte. Obgleich hier nicht beabsichtigt wird, die äusseren Entwicklungslinien der Svalöfer Anstalt zu zeigen, mag doch eins hervorgehoben werden: Es ging zwar die erste Anregung zur Begründung des neuen Vereins von Privatpersonen aus, die sich dadurch um die schwedische Landwirtschaft grosse Verdienste erworben haben, aber ohne die reichliche Unterstützung seitens des Staates und der landwirtschaftlichen Gesellschaften würde der schwedische Saatzuchtverein weder eine so schnelle Entwicklung gehabt, noch die feste Organisation und nötige Journal für Landwirtschaft. 1906. 8