Wahrnehmung kürzester Töne und Geräusche. 217 7« Von einem bestimmten Dauerminimum (3,7 — 6,3 a) ist jeder unserer Töne begleitet von einem tiefen, knall¬ artigen Nebengeräusch, das mit zunehmender Kürze deutlicher wird und schließlich eine Octaventäuschung des ronurtheils «ach unten Mn bewirkt 8. Das tiefe knallartige Nebengeräusch rührt von unregel¬ mäßigen Nachschwingungen und Reflexionswellen her. 9. Beim Anblasen eines einzigen Sirenen!ochs entsteht ein Knall, doch entspricht derselbe keineswegs einer einzigen Schwingung. 10. Der Knall und seine Höhe sind bedingt von der primären Welle, dem Abstand der Reflexionspunkte und den Perioden der Nachschwingungen. Von einer bestimmten Grenze an kommt die primäre Welle nicht mehr in Be¬ tracht 11. Das absolute Tonhöhenurtheil hat eine Wiederholung der einzelnen Tonstöfse nicht unbedingt nöthig. Es bleibt uns noch übrig, Herrn Dr. Meybb, welcher uns bei unseren Versuchen häufig durch Rath und That unter¬ stützte, unseren Dank auszusprechen. Vor Allem aber ist es unser© Pflicht, Herrn Prof. Stumpf für die Liebenswürdigkeit, mit der er uns sein Institut und Apparate zur Verfügung stellte, unsern ergebensten Dank abzu- stetten. (Eingegangen am 27, Mai 1898.)