643 An Hrn. von Helmholtz. der warmen Teilnahme versichern, mit welcher wir Ihren Fortschritt auf diesem Wege begleiten, und wünsche Ihnen im voraus Glück zu den Erfolgen, die unfehlbar Ihre ernsten Bemühungen krönen werden. XXII. Ansprache an Se. Exzellenz Hrn. von Helmholtz zur Feier seines fünfzigjährigen Doktorjubiläums in der Gesamtsitzung der Akademie der Wissenschaften am 3. November 1892. (Sitzungsberichte usw. 1892, S. 905—909.) Hochgeehrter Herr Kollege! Unter den unzähligen Körperschaften, welche im vorigen Jahre Eurer Exzellenz ihre Glückwünsche zur siebzigsten Wiederkehr Ihres Geburtstages in bleibender Gestalt darbrachten, fehlte gewiß für viele, vielleicht für Sie selber, auffallenderweise Ihre eigene Akademie, die Berliner Akademie der Wissenschaften. Nicht daß sie an der die ganze mathematische, naturwissenschaftliche, ärztliche, philosophische Welt aufregenden Feier keinen Teil genommen hätte. Vielmehr ließ sie Ihnen die Urkunde einer durch ihre Mitglieder ins Leben gerufenen Stiftung überreichen, welche Ihren Namen tragen und als höchstes Zeichen der Anerkennung wissenschaftlicher Verdienste in gemessenen Zeiträumen eine goldene Denk¬ münze mit Ihrem Bilde austeilen sollte. Dagegen unter¬ sagte der Akademie ein Gebrauch, von welchem sie glaubte nicht abweichen zu dürfen, die Berücksichtigung eines Geburtstages, und verwies sie, um sich Ihnen mit feierlichem Glückwünsche zu nahen, auf den heute ge¬ kommenen Tag Ihres fünfzigjährigen Jubiläums als Doktor der Medizin und Chirurgie. Die Akademie ist dadurch freilich in die mißliche Lage geraten, nur wiederholen zu können, was Ihnen schon von den verschiedensten Seiten in begeisterten Worten ausgesprochen wurde: die Bewunderung alles von Ihnen Geschaffenen, den tiefen Dank der um Sie als Meister gescharten Schüler und Fachgenossen. Doch eignet sich die heutige Erinnerungsfeier ganz besonders dazu, den wunderbaren Gang Ihrer Entwicke- 41*