An Hrn. Kundt. 635 Kaiserin und Königin Augusta schuldet und zollt für Jas verständnisvolle Wohlwollen, welches Allerhöchst- dieselbe ihr und ihren Bestrebungen stets bewies. Nicht nur fand jede wissenschaftliche Bemühung, jeder Forscher in seinem Gebiete, bei der aus einem Brennpunkte deut¬ schen Geisteslebens hervorgegangenen Fürstin freund¬ liches Entgegenkommen. Sondern an der Seite des Königs Wilhelm, oder begleitet vom Kronprinzen oder der F'rau Kronprinzessin erschien die erlauchte F'rau sogar in unseren öffentlichen Sitzungen, und verlieh unseren bescheidenen Räumlichkeiten Glanz und Würde auch in Augen, die für den Reiz der Wissenschaft blind sind. In der Geschichte unserer Körperschaft wird dies stets eine ihrer teuersten Erinnerungen bleiben! Allerdurchlauchtigster Kaiser und König! In dem Hause Hohenzollern pflanzt sich seit Men¬ schenaltern der hohe erleuchtete Sinn fort, der in der Dahingeschiedenen so lebendig war. Die Akademie blickt zu Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät als zu ihrem erhabenen Schirmherrn mit dem festen Vertrauen empor, daß sie bei Allerhöchstdenselben jeder¬ zeit die gleiche Huld und hilfreiche Gesinnung finden werde, wie bei Allerhöchstderen Vorgängern auf dem preußischen Königsthrone. Mit dieser beglückenden, in unseren Arbeiten uns stärkenden Zuversicht verharren wir in tiefster Ehrfurcht Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät alleruntertänigste und allergetreueste Akademie der Wissenschaften zu Berlin. XIX. Antwort auf die in der Leibniz-Sitzung der Akademie der Wissenschaften am 4. Juli 1889 gehaltene Antrittsrede des Hrn. Kundt. (Sitzungsberichte usw. 1889. S. 683—685.) Sie haben, Hr. Kundt, von den Gefühlen gesprochen, mit welchen Sie, in diese Körperschaft eintretend, der