IV. Eduard Hallmann’s Leben. Aus dem zweiten Bande seines Werkes über ‘Die Temperaturverhältnisse der Quellen’ (Berlin, Verlag von Georg Reimer, 1855) abgedruckt. Mi] ft axXavzov, äüanrov, iojy üjii&ev xo.xal£ijitlVm 0(1. XI. Î2. Eduard Hallmann wurde, als zweiter Sohn eines mäßig begüterten Kaufmannes, in Hannover am io. Juli 1813 geboren. Seine noch lebende Mutter stammt aus der Hamburgischen Familie der Rodatz. Er wird als ein stiller, sinniger Knabe geschildert. Auf dem Gym¬ nasium seiner Vaterstadt, unter Grotefend als Direktor, erhielt er eine treffliche klassische Bildung, und jene Richtung auf das Ideale, die selten in ihrem Geleit aus¬ bleibt. Im Herbst 1832 bezog Hallmann die Universität Göttingen, um Theologie zu studieren. Aber während er christliche Apologetik und Kirchengeschichte hörte, las er zu Hause Herder’s ‘Ideen zur Philosophie der Ge¬ schichte der Menschheit’, in denen sich die Ergebnisse der vergleichenden Anatomie in ihrer Anwendung auf Anthropologie in so überraschenderweise ausgesprochen finden, ein Jahr ehe Blumenbach den ersten zusammen¬ hängenden Vortrag über vergleichende Anatomie hielt. Diese widerstreitenden Beschäftigungen waren der Aus¬ druck eines früh begonnenen Kampfes in Hallmann’s Innerem, der bald zugunsten der ‘Ideen’ damit endete, daß Hallmann zur philosophischen Fakultät übertrat und bei Blumenbach und Langenbeck den Grund zu seinen späteren Leistungen in der Morphologie legte. Ein Ent-