556 Kritik der elastischen Manometer. wie es gewöhnlich geschieht, dadurch herzustellen, dafs ich auf die Membran einen Stift aufklebe und diesen, nun an einer glatten Stelle des Hebels gleiten lasse, sondern ich verlege die Gleitstelle in die Nähe der Membran, damit die unregelmäfsigen Reibungskräfte, die, an der Gleitstelle angreifend, ein Abhebeln des Stiftes bewirken können, nur ein geringes Drehungsmoment ausüben können. Ich klebe zu dem Zwecke ein kleines Deckglas auf die Membran. Auf ihm gleitet ein abgerundeter Stift von Hartgummi, der in fester Verbindung sich mit dem Hebel be¬ findet. So habe ich es beispielsweise bei dem Volumschreiber gehalten, den ich bei dem Herzindikator verwendet habe. (Fig. 13.) Da hier bei der Ver¬ wendung eines Spiegels auch der Auflager¬ druck der Achse auf dem Lager, der durch die Schwerkräfte ausgeübt wird, genügend grofs ist, kann man statt einer Achse eine freie Schneide an wenden, die wie bei einer Wage in einem Einschnitt ruht. Eine solche freie Lagerung hat natürlich wegen der geringen Reibung grofse Vorzüge gegenüber einer Achsen¬ lagerung, die bei den kleinen Verhältnissen nie so exakt ausge¬ führt werden kann. Werden dagegen die Trägheitskräfte des Hebels oder des Spiegels bei raschen Bewegungsänderungen zu grofs, so dafs das geringe Drehungsmoment der Schwerkräfte oder eine ähnliche geringe Kraft nicht mehr ausreicht, ein stetes Anliegen dos Hebels an der Gleitstelle zu bewirken, und ist man genötigt, diese Druck¬ kräfte zu verstärken, indem man etwa einen stärkeren Federdruck anwendet, dann treten bei der gleitenden Bewegung leicht diese Übelstände, von denen ich soeben gesprochen habe, auf. Es ist eben technisch nicht möglich, eine absolut glatte Fläche her¬ zustellen.1) Mufs man also gröfsere Kräfte wirken lassen, um die stete Verbindung des Hebels mit der Membran zu erhalten, so wird 1) Ich erinnere mich, irgendwo in einer Abhandlung von v. Kries ähnliche Bemerkungen über ein Steckenbleiben des Stiftes bei dem Feder¬ manometer gelesen zu haben, kann jedoch die Stelle nicht finden. C- > Fig. IS.