Von Otto Frank. 551 die in der Röhre befindliche Flüssigkeit durch die dazwischen geschobene Luft erfährt, durch den eingeschalteten Kautschuk¬ beutel herabgedrückt. Diese Wirkung, die hier der Kautschuk¬ beutel hat, wird bei der v. Freyschen Anordnung durch die Verringerung des Luftvolums erreicht. Es ist natürlich, dafs bei beiden Instrumenten die Konstanten bestimmt werden müssen, damit man zu einem sicheren Urteil der Leistungsfähigkeit des Instrumentes in einem bestimmten Fall gelangen kann. Die vorhergehenden Erörterungen erleichtern diese Bestimmung und geben zugleich die Mittel an die Hand, die Gröfse der wirksamen Masse auf das äufserste Mafs herabzudrücken. Für das Auf¬ schreiben dieser Bewegungen durch Hebelapparate müssen die unten folgenden Erörterungen nachgesehen werden. Wir sind im stände, noch einige weitere Folgerungen aus unseren Entwicklungen zu ziehen. Zunächst über die Wirkung von Luftblasen in dem Röhrensystem der Manometer. Wir können von ihnen dasselbe sagen, was wir über den Einflufs von Schlauchverbindungen behauptet haben. Die Luftblasen ver- gröfsern um so mehr die wirksame Masse, je näher sie sich dem Manometer befinden, d. h. je gröfser die Masse ist, die hinter ihnen sich befindet. Ferner sind wir jetzt auch im stände, die Frage zu behandeln, ob die Luftblase, die bei unseren Versuchen stets in dem Flüssigkeitsmanometer zurückgeblieben war, bei den Berech¬ nungen unserer Schwingungsversuche nicht eine bisher vernach¬ lässigte Fehlerquelle gebildet hat. Wir sehen, dafs dies nicht der Fall ist. Denn durch die Luftblase wird zwar die wirksame Masse nach unseren Festsetzungen um das Verhältnis: 1 -|- E' 0 L -—--vergröfsert. Wir haben aber durch unsere Volum- .eichungen nicht das E' bestimmt, das die Druckerhöhung in Beziehung zu der Ausbauchung der Membran bringt, sondern E' • 0 ■ L ein E\ das um dasselbe Verhältnis: 1 -|-----kleiner ist, weil wir bei der Eichung die Luftblase in dem Manometer ein¬ bezogen haben. Es ist ja für die Berechnung ganz gleichgültig,