Von Otto Frank. 465 Mafs für die Geschwindigkeit waren, mit der der Hahn gedreht wurde, während sie selbst Marken für die einzelnen Hahnstel¬ lungen in den betreffenden Zeitmomenten darstellten. Die Reibung der Luft bei den verschiedenen Hahnstellungen konnte dann auf anderem Wege als durch die Schwingungsversuche ermittelt werden und so eventuell in Rechnung gezogen werden. Das war anfangs mein Plan bei der Konstruktion dieser Vorrichtung, und den letzteren Zweck wird sie auch noch zu erfüllen haben, wenn man an die genaue Analyse des ganzen Verlaufs der Schwin¬ gungskurve — hier speziell des Anfangsteils — geht, was ich bei der in dieser Abhandlung berichteten Untersuchung, wie schon oben bemerkt, nicht ausgeführt habe (s. 'S. 461). Für unsere jetzige Untersuchung war es nur nötig zu er¬ mitteln, dafs die Öffnung des Hahns im allgemeinen so rasch erfolgt, dafs die bei den engsten Hahnstellungen erzeugte Luft¬ dämpfung keinen wesentlichen Einflufs auf den Ablauf der Schwingungen ausübt. Bei den rascheren Hahndrehungen war der Hahn im allgemeinen in 1jS5—1jiQ " um */9 seiner vollen Öffnung gedreht. Nur innerhalb dieses Bezirks der Öffnung des Hahns wird, wie die späteren Versuche ergeben haben, ein wesentlich dämpfender Einflufs bemerkbar. Die Zeit von ca. 1js&” wird im allgemeinen zum Durchlaufen des ersten Anstiegs ver¬ braucht, zu dem Weg 0—1 unserer Bezeichnung. Der Einflufs der engen Plahnstellungen macht sich also schon nicht mehr bei der ersten Schwingung geltend. Für die Feststellung der Massen-Konstante ist die Erörterung über diesen Punkt überhaupt gegenstandlos, da selbst stärkere Dämpfungen einen nur unbeträchtlichen Einflufs auf diese Feststellung haben (s. S. 583). Es hat sich aber sogar herausgestellt, dafs bei absicht¬ lich verlangsamten Hahndrehungen auch die Feststellung der Dämpfungskonstante nicht wesentlich alteriert wird. Diebei den langsamer erfolgenden Hahndrehungen aufgeschriebenen Kurven konnte man auch noch dadurch eliminieren, dafs von den unter denselben Bedingungen wiederholt vielfältig angestellten Schwingungsversuchen nur derjenige mit dem gröfsten ersten Ausschlag (0—1) (s. Fig. 6) benutzt wurde.