464 Kritik der elastischen Manometer. Da es sich für uns darum handelte, die Abhänigigkeit der Schwingungen von der Flüssigkeitsmasse des Manometers, seiner Elastizität und der Reibung in dem Manometer zu beobachten, so konnten wir den Druck nur auf diese Weise erzeugen und nicht etwa das Manometer mit einem Flüssigkeitsressrvoir, in dem der betreffende Druck hergestellt wurde, verbinden. Wir würden auf diese Weise nicht kontrollierbare Flüssigkeitsmassen zur Wirkung kommen lassen. Ich lege auf diesen Punkt ein besonderes Gewicht. Die Flüssigkeiten in dem Manometer und in den horizontal gelagerten Röhrenverbindungen drangen niemals bis zu dem Lumen des T-Hahns 2 bei den Versuchen vor. Dafs die Luftverbindung durch die Massen der Luft oder durch die verlangsamte Übertragung des Drucks bis zu dem Anfang der Flüssigkeit ohne Einflufs auf die Schwingungen ist, werde ich durch besondere Versuche erweisen. Man kann aber gegen diese Versuchsanordnung noch ein¬ wenden, dafs die Schnelligkeit dadurch, dafs während der Öffnung des T-Hahns 2 die Reibungsverhältnisse nicht constant bleiben, sondern die Reibung der wesentlichen Teile des Mano¬ meters, insbesondere der Flüssigkeit durch die von der Öffnung des Hahns abhängige Luftreibung in nicht kontrollierbarer Weise verändert wird. So wäre die Schnelligkeit, mit welcher der Hahn 2 geöffnet wird, von wesentlichem Einflufs auf den Ablauf der Schwingungen. Um diesem Einwand zu begegnen, dessen Bedeutung ich selbst bei dem Beginn der Versuche überschätzte, registrierte ich die Geschwindigkeit, mit der die Hahndrehung erfolgte, auf eine sehr einfache Weise. Ich befestigte an dem Griff des Hahns eine Pappscheibe, welche die Form eines Viertel¬ kreises hatte. In den Rand dieser Scheibe schnitt ich Zähne in etwas gleicher Entfernung voneinander ein. Den Hahn befestigte ich so, dafs der Rand der Scheibe ganz nahe an dem Membranstift in dem Gesichtsfeld des Mikroskops sich befand. Die Röhre H mufste zu dem Zweck gebogen werden. Bei den Bewegungen des Hahns wurden die Lichtstrahlen wie bei der vorher geschilderten Sekunden¬ markierung unterbrochen, und es bildeten sich Streifen (s. Fig. 5) auf dem Film ab, deren Entfernung auf dem bewegten Film ein