184 Hans Euler und Olof Svanberg, Enzyme. XV. Bütt. durchaus im Einklang stehen. Von den Versuchsergebnissen van Dams sei besonders hervorgehoben: 1. Der fatale Wasserstoffionenexponent beträgt bei einer Versuchstemperatur von +22° pH = 4,0. 2. Durch Zusatz von Natriumlactat bleibt die Wasser¬ stoffionenkonzentrationen der Gärflüssigkeit auf Werten stehen, die kleiner sind als die maximalen, und zwar um so kleiner, je mehr Lactat zugesetzt wurde. Die Tabelle II des Verf. (Seite 109) haben wir auf die entsprechenden pH-Werte um¬ gerechnet und geben folgenden Auszug: Tab. II. 3 ccm norm. Na-Lactat Pot. Säuregrad Pot. Säuregrad pH nach zu 90 ccm Molke vor dem Brüten nach dem Brüten dem Brüten 10 8,9 NaOH 0,1 n. 30,0 4,75 8 8,9 » 31,2 4,65 6 8,9 » 32,4 4,55 4 8,9 » 33,2 4,45 2 8,9 » 34,4 4,30 0 8,9 * 37,2 4,05 Nicht zum wenigsten bemerkenswert ist die kritische Deutung, welche der Verf. seinen Versuchsergebnissen anschließt, die bei oberflächlicher Betrachtung gegen die wesentliche Be¬ deutung der Wasserstoffionen zu sprechen scheinen, und welche durch die hemmende Wirkung der undissoziierten Milchsäure¬ molekühle ihre Erklärung finden. Es treten also bei der Milchsäuregärung ähnliche Er¬ scheinungen hinsichtlich der Säurewirkung zutage, wie bei ' der Hefegärung, wo sich ebenfalls die Wirkung der H-Ionen und der undissoziierten Moleküle superponiert.l) *) Vgl. hierzu z. B. Johannessohn, Biochem. Zeitschr. Bd.47, S. 97 (1912). — Hägglund, Samml. chem. u. chem. techn. Vorträge 1914.