Ober den Bau der echten Nucleinsäure. 293 Nucleinsäure selbst an dieser Stelle Wechselbindungen der Pyrimidinnucleotide mit den benachbarten (Purin)Nucleotiden vorhanden sein müssen. Na—Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Guanin Na. \ ^Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Cytosin Na' ^ Na—Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Thymin Na—Phosphoreänre—Kohlenhydrat—Adenin. Die vollkommene Durchführung der Wechselbindungen bei allen Nucleotiden, nach obigem Schema, ergibt aber einen. Überschuß von einer Phosphorsäurevalenz. Die so dargestellte Nucleinsäure müßte also fünfbasisch sein. Diese Formel ist mithin nicht wahrscheinlich, zumal das eigenartige Verhalten der beiden Pyrimidinnucleotide, sich leicht von einander zu trennen, auf das Levene aufmerksam gemacht hat, in dieser Formel nicht genügend begründet erscheint. 3. Gemischte Bindungen. Die Formel von Levene. Überträgt man die von mir geübte Ausdrucksweise auf die Formel von Levene, so muß man sie folgendermaßen darstellen : Na—Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Guanin ^ ^Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Cytosin Na, \ Na^ Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Thymin Na—Phosphorsäure—Kohlenhydrat - Adenin. In dieser Levenescben Formel ist zwar durch die An¬ nahme von zwei Wechselbindungen das Entstehen der genannten Spaltprodukte (Cytosin—Hexose—Diphosphorsäure, Thymin— Hexose—Diphosphorsäure), die ja zwei Phosphorsäuremoleküle im Nucleotid enthalten, genügend erklärt, auch trägt sie der leichten Trennbarkeit der Pyrimidinnucleotide von einander durch die Annahme einer korrespondierenden Bindung zwischen den Pyrimidinkohlenhydraten Rechnung ; jedoch durch die An-