Ober den Phosphatumsatz bei zwei Diabetikern. Von Hans Enter und Olof Svanberg. (Aus dem biochemischen Laboratorium der Universität Stockholm.) (Der Redaktion zugefangen am 7. Dezember 1916.) In einer vorhergehenden Mitteilung* *) haben wir Angaben gemacht über die gleichzeitigen Änderungen des Zuckergehaltes und des Gehaltes an Phosphor (P04) im Urin zweier diabetes¬ kranker Personen. Die dort mitgeteilten Zahlen zeigen, wieviel PO4 die beiden Diabetiker durch den Urin täglich abgegeben haben. , Bei dieser Untersuchung sind auch täglich die einzelnen Bestandteile der Kost im Stockholmer* Krankenhaus (Stock¬ holms Sjukhem) eingewogen worden, und auch die Faeces wurden quantitativ gesammelt und dann von uns gewogen und analysiert. Wir sind Herrn Oberarzt Dr. Hultgren sehr zu Dank verpflichtet, daß er die nicht geringe Arbeit des Zu¬ wägens der Nahrung und des Aufsammelns der Auswurfstoffe in seinem Krankenhaus hat ausführen lassen. Wir sind dadurch jetzt imstande, die gesamte Phosphatbilanz der beiden Patienten für die Dauer der Untersuchung jetzt aufzustellen. Der Anlaß zu diesen Versuchen war das Studium der Beziehungen zwischen dem Kohlenhydratstoffwechsel zu den Phosphaten, Beziehungen, welche von dem einen von uns (E.) bereits mehrfach, auch in Rücksicht auf Diabetes mellitus be¬ sprochen und untersucht wurden, und welche in den letzten Jahren, besonders durch die Arbeiten yon E mb de n und seiner Schüler, immer deutlicher hervorgetreten sind.8) Wie aus der nachfolgenden Besprechung unserer Zahlen hervorgeht, weichen dieselben von den Ergebnissen früherer *) H Euler u. Svanberg, Biochem. Zeitschr., Bd. 76, S. 326,1916. •) H. Euler und Funke, Diese Zeitschrift, Bd. 77, S. 496, 1912. — Erabden, Diese Zeitschrift, Bd. 93, S. 1, 1914.