Untersuchungall über die chemische Zueammemetzuni und Bildung der Enzyme. XII. Mitteilung. Von ’ Hans Euler und Erik LSwenhamm. (Der Redaktion zngegangen am 21. Mai 1918.) i. : v' Einwirkung von antiseptischen Mitteln und Giften aut Hefe. Die Tatsache, daß die Gärungstätigkeit lebender Hefe¬ zellen durch antiseptische Mittel wie Toluol und Chloroform mehr oder weniger vollständig gehemmt wird, während die Dauerpräparate der Hefe sowie Hefesaft durch die gleichen Substanzen viel weniger oder gar nicht beeinflußt werden, ist schon lange bekannt, hat aber längere Zeit keine weitere Be¬ achtung gefunden. In einer 1910 in dieser Zeitschrift erschienenen Mitteilung hat der eine von uns mit B. af Ügglas f) die Auf¬ merksamkeit auf obigen Sachverhalt gelenkt, und daraus folgenden Schluß gezogen: Die Zymase ist in der lebenden Hefe als chemischer Komplex ganz oder teilweise an das Protoplasma*) gebunden; wird die vitale Tätigkeit der Zelle dauernd oder zeitweilig auf¬ gehoben, so wird auch die gärungserregende Gruppe des Proto¬ plasmas, also die an das Plasma gebundene Zymase, inakti- viert; wirksam bleibt nur derjenige Teil des Gärungseiizymes, *) H. Euler und B. af ügglas, Diese Zeitschr., Bd.70,$.286,1910. f) Unter Protoplasma soll hier nichts anderes verstanden werden als diejenige Substanz, welche der Träger der typischen Lebensfonk- tionen ist.