Zur Frage der Celluloeeverdauung. Nach Versuchen von A. Scheunert, W. Grimmer und A. Hopffe. Mitgeteilt ■ von W. Ellenberger. Au« dem Physiologischen Institut der tierärztlichen Hochschule zu Dresden. (Der Redaktion zugegangen am 8. November 1915.) Die Tatsache, daß im Verdauungsschlauche der herbi- voren Haussäugetiere ein nicht unerheblicher Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Cellulose (Rohfaser) gelöst wird, bezw. während des Aufenthaltes der Nahrung im Verdauungs- kanale verschwindet, ist 1855 durch Haubner, damals Pro¬ fessor der Dresdner Tierärztlichen Hochschule, zuerst festgestellt worden. Alle späteren Forscher, die sich mit dieser Frage beschäftigt haben, haben die Haubnersehe Entdeckung be¬ stätigt und sie in bezug auf die Tierarten, die Cellulose zu ver¬ dauen vermögen, und andere Punkte erweitert. Seit der Haubner sehen Entdeckung ist die Frage der Celluloseverdauung an unserer Hochschule und speziell in unserem Institute bis heute von Zeit iu Zeit Gegenstand der Unter¬ suchung gewesen. Im Nachfolgenden soll in Kürze über einige neue von uns über diese Frage gemachte Beobachtungen be¬ richtet werden. Meine drei Mitarbeiter werden später über die angestellten Untersuchungen und deren einzelne Ergeb¬ nisse genau berichten und dabei die mit ihren Untersuchungs¬ ergebnissen im Zusammenhang stehenden Beobachtungen anderer Forscher besprechen. Von mir soll aber in der folgenden kurzen Mitteilung auf die «Cellulose-Literatur» nicht ein¬ gegangen werden. Nur auf die in unserem Institute früher