Ober die Veränderungen der Blut- und Hirn-Zueanuneneebung bei chronischem Gebrauch von Schlafmitteln. Von ErnstWaser. Mit «*iiior Zeichnung im Text. ' (Aus dem pharmakologischen Institut der Universität Zürich.) (Der Redaktion zugegangen am II. Mai latr».) Die Veränderungen, welche der Gehalt tierischer Organe, namentlich an Phosphatiden, nach chronischer Eingabe von Alkohol erleidet, sind durch die Untersuchungen N. Siebers*) klar gelegt worden. Auch sonst sind die Veränderungen, die ein kontinuierlicher Alkoholgenuß im Organismus hervorruft, recht eingehend studiert. Viel weniger oder gar nicht bekannt sin^ dagegen die Verhältnisse, die nach monatelanger Verab¬ reichung des gleichen Schlafmittels im Körper entstehen und es scheint dies um so befremdender, als doch in vielen Krank¬ heitsfällen eine langandauernde Schlafmitteltherapie angewendet wird. Gerade mit Rücksicht auf diese letzteren wäre es wünschenswert zu wissen, ob eine solche langdauernde Ver¬ abreichung, eine nachweisbare Schädigung von Organen hinter- läßt. Ich habe es deshalb unternommen, in dieser Richtung einige Versuche anzustellen, deren Resultate vielleicht noch nicht definitiv sind, immerhin aber schon einige Schlüsse auf die chronische Verwendbarkeit von Schlafmitteln zulassen. Zu diesen Versuchen wählte ich 3 Schlafmittel, Chloral- hydrat, Paraldehyd und Veronal-Natrium, die sich alle einer großen therapeutischen Anwendung erfreuen, die . aber unter ') Biochem. Zeitschr., Bd. 23, S. 30* (1ÎI10). Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. XCIV. 13