Ober die Reduktion des Furfrrols durch Hefe bei der alkoholischen Gärung. C. J. Lintner und H.< J, v. Liebig. <AUS dem gärungschemischen Laboratorium der k. technischen Hochschule, München.) (Der Redaktion zugegangen am 10. Mai 1911.) Das Verschwinden des Furfurols bei der alkoholischen Gärung ist, worauf der eine von uns1) (Lintner), bereits hin¬ gewiesen hat, durch die Bildung einer Verbindung mit Schwefel¬ wasserstoff noch keineswegs erklärt. Einerseits verschwindet das Furfuröl auch unter Be¬ dingungen, unter denen kein Schwefelwasserstoff entsteht ; anderseits werden selbst bei reichlichem Auftretèn von* * Schwefel¬ wasserstoff nur so geringe Mengen jener Verbindung gebildet, daß sie lediglich durch den charakteristischen Geruch nach¬ zuweisen sind. Letzteres kann nur damit Zusammenhängen, daß das Furfuröl bei der Gärung rasch in eine Verbindung übergeführt wird, welche nicht mehr mit Schwefelwasserstoff reagiert. Ilm diese Verhältnisse aufzuklären, wurden Gärungen unter Zusatz von Furfuröl durchgeführt. Wenn auch die Annahme, daß das Furfuröl zu Brenzschleimsäure2) oxydiert werde, wenig Wahrscheinlichkeit für sich hatte, so wurde doch zunächst in der vergorenen Flüssigkeit auf diese Säure gefahndet. Es ist denn auch in keinem Falle gelungen, Brenzschleimsäure nach¬ zuweisen. Nach dem Verdampfen der ätherischen Auszüge ') Zeitschrift f. d. ges. Brauwesen, Bd. 33, S. H61 (1010). *) Zeitschrift f. d, ges. Brauwesen. Bd. 21, S. 258(1893): Bd. 25 s. 33 (1902). "-J , .v;-v'A ;^