Studien verschiedenartiger Nervensubstanz an Aschenbestandieilen. 357 durch BaCl2, NH3 und (NH4)2GOs gefallt waren. Durch wiederholtes Abrauchen mit konzentrierter Schwefelsäure wurden die Chloride in die Sulfate übergeführt, als solche wiederum gewogen und das 'Verhältnis von K und Na nach der Gleichung berechnet: Pro* zentgehalt des Chloridgemisches an NaCl = 21554 X ~l ‘ ' « . — 2ol8,9 (g, Gewicht der Sulfate, g das der Chloride).1) Zur Bestimmung des Chlors bediente ich mich einer von mir konstruierten Vorrichtung, die aus einem Jenaer Kjeld ah l- Kolben mit eingeschliffenem Aufsatz bestand : in den letzteren war ein dünnes Glasrohr mit Hahn eingeschmolzen, das bis etwa 5 cm vom Boden des Kolbens entfernt war, und ein zweites gebogenes kürzeres von nur etwa 10 cm. Dieses, kürzere war durch einen paraffinierten Gummischlauch mit einem zweiten gebogenen Glasrohr verbunden, das durch einen Gummistopfen in eine mit "/lo-Silbernitrat gefüllte Saugflasche tauchte; diese stand schließlich mit einer Wasserstrahlpumpe in Verbindung. Das zweite längere Rohr wurde ebenfalls mit einer wie oben beschickten Saugflasche verbunden, um die angesaugte Luft salzsäurefrei zu erhalten. Nachdem die Substanz und das Säure¬ gemisch in den abgekühlten Kolben gefüllt waren, begann ich langsam zu erhitzen und die gebildeten Dämpfe abzusaugen ; nach mehreren Stunden entfernte ich schließlich die letzten Salzsäure- und Salpelersäuredämpfe durch energisches Kochen. Die n ! io-AgNOs-Lösung wurde mit ‘Vio-Rhödanammonium und Eisenalaun als Indikator zurücktitriert. Die So erhaltenen Werte, deren Durchschnittszahlen die Tabellen IV und V enthalten, stelleich in den folgenden Tabellen zusammen. Die hier mit angeführten Analysen peripherer Nerven vom Menschen habe ich oben nicht berücksichtigt, da es schwer gelingt, die Nerven von älteren Leichen, im Gegensatz zu frischen Präparaten, frei von Bindegewebe zu erhalten, so daß die Re¬ sultate bei den kleinen Mengen, die mir zur Verfügung standen, nicht eindeutig ausgelegt werden können. *) F. W. Küster. Logarithmische Rechentafeln für Chemiker, Leipzig 1911. Tabelle 10, S. 42. lioppe-Seyier’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXXIX. \ 25