Zur Chemie der Bakterien. IV. Mitteilung. ' * 1 der in den Bakterien enthaltenen Kohlenhydrate. ’ ' n\V;'; y ■ Von - ' _'■':.V . y Sakae Tamara (Tokio). (Aus «loin Ilygiciiisclien und ilcm Physiologischen Institut der Universität Heidelberg.> (Der Redaktion zugegangen am ln. Januar 19U ' Für .die Mikroorganismen liegen zahlreiche EinzelangabenJ) über ihren Gehalt an Kohlenhydraten vor; doch beschränken sich die genaueren Analysen wesentlich auf das Gebiet der «Bak¬ terienschleime», welche besonders das Interesse der Nahrungs¬ mittelchemiker auf sich gezogen haben, Diese Schleimsubstanzen enthalten sofern sie überhaupt der Kohlenhydratgruppe zu¬ gehören Hexose- und Pentosegruppen, nach einigen Autoren auch chitinartige Stoffe und entstehen zum Teil durch Um¬ wandlung der äußeren Schichten des Bakterienkörpers. Nach der Angabe von Bendix2) hat man in den übrigen Bakterien schob lange folgende drei Eigenschaften kennen ge¬ lernt, die das Vorhandensein von Kohlenhydraten, namentlich Pentose, vermuten lassen : 1. Die Bakterienkörper reduzieren die Fehlingsche Lösung, 2. sie zeigen die To 1 lens sehe Phloro- glucinsalzsäurereaktion, 3. sie bilden mit Essigsäurephenyl¬ hydrazin ein gelbes nadelförmiges Osazon, dessen Schmelz¬ punkt 160° C. ist. *) Ein genaueres Literaturverzeichnis findet sich bei «Kruse, All¬ gemeine Mikrobiologie», ferner bei «Czapek, Biochemie der Pflanze*. II. Auflage, Bd. 1. Siehe auch H. Kossei, Handbuch der pathogen. Mikro¬ organismen, herausgegeben von W. Rolle und Wassermann», «.Auf¬ lage, Bd. 5 (Tuberkelbacillen), Lafar, Handbuch der Mykologie u. Bioche¬ misches Handlexikon, herausgegeben von E. Abderhalden. Bd. 2 S. 70 , *) Deutsche Med. Wochenschrift 1901.