Zur Kenntnis der gepaarten Glukuronsäure. Von Yoshita Sera. (Aus der medizinisch-chemischen Abteilung der Med. Akademie zu Osaka.) (Der Redaktion zugegangen am 15. November 1013.) Die Anzahl der bisher untersuchten gepaarten Glukuron- säuren ist nicht gering. Sie gehören meist zu der Glukosid- klasse ; bei einigen handelt es sich um Ester. Die von Blum gewonnene Dichlorthymolglukuronsäure ist jedoch, anders als die genannten beiden Typen, aus den Paar¬ lingen anscheinend ohne Wasseraustritt erfolgt. Später hat Kotake an einer gepaarte^ Glukuronsäure, «Glukurovanillin¬ säure», beobachtet, daß die Paarung der Vanillinsäure an Glu¬ kuronsäure auch ohne Wasseraustritt vor sich geht. Nach Hildebrandt werden Vanillinglukuronsäure (= Glu¬ kurovanillinsäure ?), sowie Thymotinpiperidid durch Emulsin gespaltet; auf Grund dieser Beobachtung schließt er: «Es scheint mir nicht ausgeschlossen, daß trotz der auch in einigen anderen Fällen scheinbar festgestellten Paarung ohne Wasseraustritt die glukosidische Struktur der gepaarten Verbindung auch dann wird angenommen werden müssen». Hiernach könnte man die Konstitution der Glukurovanillinsäure u. a. noch nicht als ganz festgestellt betrachten. Ich habe aus dem Harn von mit Orcin gefütterten Kaninchen eine gepaarte Glukuronsäure, Orcinglukuronsäure, gewonnen. Da das Orcin dem Vanillin chemisch sehr nahe steht, inter¬ essierte es mich, diese gepaarte Säure näher zu untersuchen, in der Erwartung, dadurch einen Beitrag zur Strukturkenntnis der Glukurovanillinsäure liefern zu können. ') Blum, Diese Zeitschrift, Bd. 16, S. 514 (1892). *) Kotake, Diese Zeitschrift, Bd. 45, s! 320 (1905). 3) Hildebrandt, Hofmeisters Beitr., Bd. 7, S. 438 (1906).