Über stickstoffhaltige Bestandteile des getrockneten Kabeljau. 3\i Der in Methylalkohol lösliche Teil wurde nach Vertreiben des Alkohols in das salzsaure Salz umgewandelt ; die Ausbeute betrug 0,9 g. Das Pikrat : Ein Teil des salzsauren Salzes wurde in das Pikrat umgewandelt ; es bestand aus glänzenden gelben Nadeln, die in kaltem Wasser ziemlich schwer löslich waren ; im Kapillar¬ rohre erhitzt schmolz es bei 209—210° (unkorr.) unter Zersetzung. Das Chloraurat: Das aus einem Teil des salzsauren Salzes dargestellte Chloraurat bildete gelbe Tafeln, welche im Schmelz¬ röhrchen sich bei 161° zersetzten. Für die Analyse wurde das Präparat unter vermindertem Druck über Phosphorpentoxyd bei 100° getrocknet. 0,1602 g Substanz gaben 0,070-1 g Gold. Für Kreatininchloraurat (G4H7N80 • HC! • AuC13) * Berechnet: Gefunden: 46.51°/« Au. 48,04 °/o Au. . Die Mutterlauge der Krvstalle wurde mit Schwefelsäure angesäuert, das ausgefällte Bleisulfat durch Filtrieren beseitigt. Das neue Filtrat wurde mit 20°/oiger Silbernitratlösung versetzt, wobei ein brauner Silberniederschlag (a) entstand, welcher nach 24 Stunden abgesaugt wurde. Das Filtrat vom Silberniederschlag (a) wurde noch weiter mit Silbernitrat sowie überschüssigem gesättigtem Barytwasser behandelt, wobei sich sofort ein brauner Silberniederschlag (b) ausschied. Der Silberniederschlag (a). Der Niederschlag wurde durch Schwefelwasserstoff zersetzt und aus dem Filtrat yom Schwefel¬ silber das Chlorid dargestellt. Die Ausbeute an Chlorid be¬ trug 0,5 g. Zur Identifizierung wurde das Pikra.t und das Chloraurat aus dem Chlorid dargestellt und untersucht. Alle diese Prä¬ parate waren mit den aus reinem Kreatinin dargestellten voll¬ ständig identisch. Der Silberniederschlag (b). Der Silberniederschlag wurde durch Salzsäure zersetzt, als Verunreinigung enthaltender Baryt, durch Schwefelsäure quantitativ entfernt und dann'in das Chlorid übergeführt. Die Ausbeute an Chlorid betrug nur 0,1 g. Das aus dem Chlorid dargestellte Pikrat bildete blaßgelbe Nadeln, die bei Hoppe-Scyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXXVIU. 24