32<S R. Krimberg und Leonid Izraïlsky, ,* und Kneten der Masse ausgekocht. Die erhaltenen Auszüge gießt man heiß ab, führt sie in einen kurzhalsigen Rundkolben über und entfernt den Alkohol durch Destillation. Um den Rückstand von dem noch anhaftenden Wasser möglichst zu befreien, übergießt man denselben mit wenig absolutem Alkohol, destilliert den letzteren ab und wiederholt diese Operation noch einmal. Alsdann wird der Rückstand mit einer größeren Menge absoluten Alkohols übergossen, und der mit einem Rückflußkühler verbundene Kolben etwa eine Stunde im Sieden erhalten. Endlich ersetzt man den Kühler durch eine Chlor¬ calciumröhre und läßt den Kolben über Nacht erkalten. Die alkoholische Flüssigkeit wird abgegössen resp. abfiltriert und bis zur Trockne eingedampft. Nachdem die Reste des Alkohols durch zweimaliges Eindampfen mit kleineren Mengen Wasser verjagt sind, wird der Rückstand in Wasser gelöst, und die in der Lösung enthaltene Schwefelsäure durch vorsichtigen Zusatz von Barytwasser entfernt. Die mit Kohlensäure ge¬ sättigte und filtrierte Flüssigkeit wird nun unter stark ver¬ mindertem Druck bis zur Trockne eingedampft, und diese Operation noch zweimal mit kleineren Mengen absoluten Alkohols wiederholt. Den auf solche Weise entwässerten Rückstand übergießt man mit absolutem Alkohol und digeriert ihn mit demselben unter öfterem Umschütteln während einer Stunde bei etwa 50°. Nachher wird die alkoholische Flüssig¬ keit abgegossen resp, abfiltriert und in einer weithalsigen verschließbaren Flasche mit einer heißen konzentrierten ab¬ solutalkoholischen Lösung von Quecksilberchlorid ausgefällt. Der über Nacht im Eisschrank aufbewahrte krystallinische Niederschlag wird scharf abgesaugt und mit absolutem Alkohol gewaschen. Der vom anhaftenden Alkohol befreite Nieder¬ schlag wird fein zerrieben, in einen langhalsigen Jenaer Rund¬ kolben übergeführt und nach Zusatz von Tierkohle auf dem Luftbade unter gutem Umschütteln mehrmals mit Wasser aus¬ gekocht. Man filtriert die Auszüge durch einen Heißwasser- trichfer und engt sie stark ein. Beim Stehen in der Kälte scheiden sich zuweilen spärliche Krystalldrusen des Garnitin¬ quecksilberchlorids C7H15N03.2 HgCl2 aus. Die von denselben