Zur Methodik der Blutzuckerbeetimmung. Von . W. Griesbach und H. Straßner. (Aus dem städtischen chem.-physiol. Institut zu Frankfurt a. M.) (Der Redaktion zugegangen am ?. Oktober 1913.) Die Literatur über den Blutzucker ist in den letzten Jahren ganz außerordentlich angewachsen. Seitdem Lief mann und Stern1) ihre klinischen Blutzuckerbestimmungen ausführten, ist die Wichtigkeit dieser Methode als unentbehrlichen diagno¬ stischen Hilfsmittels in der Therapie und Prognose des Diabetes allmählich anerkannt worden. Holl in g er,2) Oppler und Rona,3) Tachau,4) die Bangsche Schule,5) in neuester Zeit vor allem E. Frank,6) Schümm und Hegler,7) Roily und Oppermann8) haben durch Untersuchungen großer Reihen eine gute Übersicht über normale und pathologische Verhält¬ nisse im Zuckergehalt des menschlichen Blutes gegeben. Dabei fällt es auf, daß die Angaben über den Durch¬ schnittswert und die obere Schwelle des Normalwertes sich ... % seit Liefmann und Stern kaum geändert haben, trotzdem die Methodik der Bestimmung seither eine wesentlich andere geworden ist. Die wichtigste methodische Verbesserung ist *) Biochem. Z., Bd. 1, S. 299, 1906. *) Biochem. Z., Bd. 17, S. 1, 1909. 3) Biochem. Z., Bd. 13, S. 121, 1908. 4) D. Arch. f. kl. Med., Bd. 102, S. 597, 1911. 5) S. Bang, Der Blutzucker. 6) Möckel und Frank, Diese Zeitschrift, Bd. 65, S. 323; Bd. 69, S. 85. — Frank und Brettschneider, Diese Zeitschrift, Bd. 71, S. 157 ; Bd. 76, S. 226. 7) Mitteilungen aus den Hamburgischen Staatskrankenanstalten. I. Mitteil. 1911. II. Mitteil. 1913. 8) Roily und Oppermann, Biochem. Z., Bd. 48, 1913.