Über eine neue Glukosaminverbindung, zugleich ein Beitrag zur Konstttutionsfrage des Chitins. Von Yashirö Kotake und Yoshita Sera. Mit zwei Tafeln. (Aus dor medizinisch-chemischen Abteilung der Med. Akademie zu Osaka.) (Oer Redaktion zugegangen am 20. September 1913.) Das Glukosamin, welches von Ledderhose entdeckt wurde, kommt in der Natur sehr verbreitet vor, und zwar nicht als solches, sondern als Bestandteil komplizierterer Verbindungen. Das Glukosamin ist dadurch besonders von großem Interesse, daß es gewissermaßen eine Brücke zwischen einfachen Zucker¬ arten und Aminosäuren darstellt, wie ès schon aus den fol¬ genden Strukturformeln ersichtlich ist1): CH,OH CH,OH CH,NH, | CHOH j CHOH CH, | CHOH | CHOH CH, | CHOH 1 | CHOH | CH, CHOH ! 1 CHNH, CHNH, CHO Glukose. CHO | Glukosamin. COOH Lysin. Es scheint nicht unmöglich, daß, wenn Glukosaminmoleküle zu zweien, dreien oder mehreren auf irgend eine Weise ver- ‘) Vor kurzem berichtete Abderhalden und Weil (Diese Zeit¬ schrift, Bd. 84, S. 39, 1913), daß unter den hydrolytischen Spaltungs¬ produkten der Proteine aus Nervensubstanz eine neue Aminosäure vor¬ kommt, der die Formel C„H13NO, zukommt. Nach Untersuchung genannter Autoren soll es fast sicher sein, daß diese Aminosäure a-Aminocapronsäure CHS—CH,—CH,—CH,—CH—COOH NH, ist, so daß wir hier wieder eine dem Glukosamin sehr nahe stehende Aminosäure vor uns haben.