Die hämolytische Wirkung von Cyclamin-Cholesterin- Mischungen. V trti E. II. Ricsenfehl und II. Luinmerzhciin. Mit dr-i Kiirvcnzcifhüungon im Toxi. !.\n.' fli'in J i h y s ik a I i so h-c li o m i s< • h* •» Institut der Xobolstiftijiig zu St'.>ekh<dtn.) (Der Redaktion zugegattgen am s. Aug. tai:L) Die vorliegende Arbeit soll einen Beitrag zur Kenntnis der Vorgänge liefern, die sich bei der Neutralisation der Toxine durch Antitoxine abspielen. Sie enthält die Resultate einer Ileihe von quantitativen Untersuchungen, die wir über die Fähigkeit des Cholesterins, die hämolytische Wirksamkeit von Saponinen herabzhsetzen, angestellt haben. Biese antihämolytische Wirkung des Cholesterins wurde zuerst 11101 von Ransom1) beobachtet. Windaus-1 stellte 190S chemisch wohl charakterisierte « Molekularverbindungen * zwischen Cholesterin und verschiedenen Saponinen z. B. Digi- tonin her und zeigte, daß die Bildung solcher Komplexver¬ bindungen ausreiche, die entgiftende Wirkung des Cholesterins auf Saponine zu erklären, da «das Digitonin in der Komplex¬ verbindung tatsächlich entgiftet ist und nicht mehr das höchst energische hämolytische Vermögen besitzt, das dem freien Digi¬ tonin zukommt». Dall es sich bei diesem Vorgänge um ein Analogon der Toxin-Antitoxinbindung handelt, ist besonders von Madsen3) und Arrhenius1) betont worden. Auf die große Kölle, die Massenwirkungsgesetz und Reversibilität bei diesen Bindungen spielen, hat hauptsächlich Arrhenius (1. c.) hingewiesen. Er ’Deutsche med. Wochenschrift. 1!H)1. S. 101. *t Her. d. deutschen ehern. Gesellschaft. Bd. 12, >. 2H8 (lttOth. :,i Madsen und Noguchi. Oversigt Danske Yidonsk. Selsk. Förh. IW. S. 1ÔT: • 4; Imtinnoehemie. Leipzig 1007.