Ein Verdünnungskolorimeter, nebst Bemerkungen Ober die Versuchsfehler des kolorimetrischen Vergleiches. Von • Dr. R. V. Stanford. Mit zwei Ahhililungen im T«>xt uu>i einer Tafel. (Kesearch ('.hemist. Cardiff City Mental Hospital. I njrlan.l (lier Ucduktinn ziiüeiran^ n am r» Juli iitt:i.» • Hei gefärbten Substanzen, oder bei solchen, die cha¬ rakteristische Farbenreaktionen besitzen, bildet der kolorime- trische Vergleich der gefärbten Lösungen eine bequeme Me¬ thode zur quantitativen Bestimmung. Insbesondere in der physiologischen Chemie sind sehr viele kolorimetrische Be¬ stimmungsmethoden vorgeschlagen worden, und einige davon, wie diejenigen der BlutfarbstolTbestimmung und der Kreatinin¬ bestimmung, sind häutig gebraucht worden. Auch bei der Aus¬ arbeitung neuer analytischer Methoden ist deren Anwendung in manchem Fall nicht zu vermeiden, entweder weil nur sehr kleine Substanzmengen zur Verfügung stehen (was bei Unter¬ suchungen während des Lebens gewöhnlich der Fall isti oder weil geeignete Trennungsverfahren sich nicht ausfindig machen lassen. • In der physiologisch-chemischen Praxis hat man es oft mit den beiden dieser Schwierigkeiten zu tun. Der Farben¬ vergleich wird nicht nur mit den kleinsten Ouantitäten, sondern auch mit unreinen Lösungen ausgeführt. Unter diesen Um¬ ständen wird man die strengste Kontrolle der Genauigkeit der Analyse erwarien. sowie die exaktesten Beweise, dal» der Farbenvergleich nicht durch die Beimengung anderer Substanzen beeinträchtigt wird: denn sonst weiß man nie bestimmt, ob die Unterschiede, aus denen man Schlußfolgerungen ziehen will, wirklich von einer anderen Größenordnung sind, als die möglichen Versuchsfelder. HoppC'SeySer'.s Zeitschrift f. physiol. Chemie. I.XXXVII. 12