Notiz über die Ameisensäureausscheidung bei Kranken. V on I. Greenwald und N. W. Janney. • Aus «lcm chemischen Laboratorium des «Monteliore-Homev New-York City ) (Der Redaktion zugegangen am 7. Juli l'JLt.) Dakin, Janney und Wakeman1) haben kürzlich eine Methode für die quantitative Bestimmung der Ameisensäure im Harn angegeben und mit ihr Studien über die Ausscheidung dieser Säure bei Tieren und Menschen angestellt. Es schien uns wünschenswert, die Ameisensäure¬ ausscheidung mit Hilfe des neuen Verfahrens auch in pathologischen I allen zu verfolgen. Es ergab sich nun zwar bei unseren Versuchen, daß die analy¬ tischen Ergebnisse nicht erheblich von den bei normalen Individuen ge¬ wonnenen abweichen. Wir halten jedoch eine Mitteilung darüber für angezeigt, da bisher sichere Angaben über die Ausscheidung von Ameisen¬ säure in pathologischen Fällen überhaupt fehlen. Bemerkenswert ist das relative Ansteigen dieser Ausscheidung bei lobärer Pneumonie während des Lösungsstadiums: dasselbe ist vermutlich auf die Zersetzung größerer Mengen von Eiweißstoffen in dem Exsudat zu beziehen. Dies ist um so wahrscheinlicher, da frühere Versuche gezeigt haben, daß Eiweißzufuhr zur Vermehrung der Ameisensäureausscheidung Veranlassung gibt.*) Allerdings war die Stickstoffausscheidung in diesem l all nicht vermehrt. Auch in anderen Fällen konnte kein deutlicher Zu¬ sammenhang zwischen der Harnmenge und der Stickstoffmenge einerseits und der Ameisensäureproduktion anderseits festgestellt werden. Wir haben daher diese Zahlen auch nicht in die Tabelle aufgenommen. In allen Fällen handelte es sich um Erwachsene, mit Ausnahme des zweiten Falles von Pneumonie, der sich auf ein Kind von 12 Jahren bezog. .11. of Biol. Chem.. Bd. 14. S. 341, 1913. *t loc. cit. Hoppc-Seyler h Zeitschrift I. physiol. Chemie. I,XXX\ I. 4(»