Über die Chlorophyllassimilation. Von K. v. Korösy. (Mitteilung au.-s dem physiologischen Institut der Universität Budapest.) (Der Redaktion zugegangen am 17. Juni 1913.) Unsere Kenntnisse über die quantitativen Verhältnisse der in den grünen Pflanzenteilen vor sich gehenden Kohlen¬ säureassimilation sind ziemlich spärlich. Sachs1) wies die Stärke nur qualitativ nach und rechnete in seinen quantitativen Untersuchungen den Gewinn an Trockensubstanz einfach als Stärke. Die Zunahme an Trockensubstanz wurde seit Sachs des öfteren untersucht. Brown und Morris2 *) verfolgten in ihren grundlegenden Untersuchungen, in welchen relativen Ver¬ hältnissen in den assimilierenden Blättern unter verschiedenen Umständen die verschiedenen Kohlenhydrate Vorkommen, ließen aber die absolute Größe der Trockensubstanzzunahme außer Achtung. Nur Menze:)) und Sapoznikov4 5) untersuchten gleich¬ zeitig die Zunahme der Kohlenhydrate und der Trockensubstanz. Vom Standpunkte des Haushaltes der Natur aus aber ist eben die quantitative Seite der Chlorophyllassimilation, eigent¬ lich nicht einmal so sehr die Menge der entstehenden Stoffe, als vielmehr der Gewinn an gebundener chemischer Energie, was uns in erster Reihe interessiert. Diese Frage wurde zuerst durch Detlefsen0) im Institute von Sachs untersucht; er bestimmte mittels Thermoelemente, um wie vieles mehr von der strahlenden Energie der Sonne durch ein Blatt in erz¬ haltiger Atmosphäre absorbiert wird, als in C02-freier. Der *) J- Sachs, Arb. bot. Inst. Würzburg, Bd. 3, S. 1 (1888). *) H. T. Brown und G. H. Morris, Journ. of the chem. soc. Trans.. Bd. 63, S. 604 (1893). •') G. Menze, Justs Jahresber., 1888, Abt. 1, S. 34. 4) N. V. Sapoznikov, Bot. Centralbl., Bd. 63, S. 246 (1895). 5) E. Detlefsen, Arb. bot. Inst. Würzburg, Bd. 3, S. 534 (1888